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Grundeigentümer planten Wohnbebauung

„Siedlungsbrei“ und Überschwemmungen: Anning und Fasanenjäger dürfen nicht zusammenwachsen

Der Traunreuter Bauausschuss stimmte gegen neue Bebauung am Ortsrand von Fasanenjäger
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Der Traunreuter Bauausschuss stimmte gegen neue Bebauung am Ortsrand von Fasanenjäger (im Hintergrund).

Auf 6000 Quadratmeter hätten zwischen Anning und Fasanenjäger neue Wohnhäuser entstehen können - ein Antrag lag schon vor. Aber Stadt und Landkreis sind skeptisch, ein Zusammenwachsen der Ortsteile soll verhindert werden.

Traunreut - Am östlichen Ortsrand von Fasanenjäger, nördlich der Kienbergstraße, hätte auf 6000 Quadratmeter neue Wohnbaufläche entstehen können. Von Wohnhäusern „in attraktiver Lage für den gehobenen Mittelstand“ war seitens der Grundeigentümer die Rede - doch aus ihren Plänen wird nichts. Der Traunreuter Bauausschuss lehnte das Vorhaben am Mittwoch (16. Juni) ab.

Oberflächenwasser zwischen Fasananjäger und Anning als Hauptproblem

Tatsächlich zusammengewachsen wären Fasanenjäger und Anning durch die Bebauung nicht. Es wäre nur ein Streifen der momentan landwirtschaftlich genutzten Fläche gewesen, anschließend an die jetzige Bebauung in Fasanenjäger. Aber Bauausschussmitglieder, Stadtverwaltung und Landratsamt sehen zwei Probleme: Oberflächenwasser und die Siedlungsstruktur der beiden Orte.

„Ich kann mich noch gut erinnern, es ist keine zehn Jahre her, wo wir genau dort einen Feuerwehreinsatz hatten. Wir brachten das Wasser kaum weg“, so Markus Schupfner (Bayernpartei). Bei Starkregen werden die Flächen immer wieder überschwemmt, Gebäudeschäden waren die Folge. Auch Paul Obermeier berichtete von einem „See“, den das Oberflächenwasser dort schon bildete: „Die künftigen Hauseigentümer würden irgendwann große Probleme bekommen.“

„Siedlungsbrei“ wie in Österreich oder Italien verhindern

Einzig Christian Stoib (SPD) sprach sich im Bauausschuss für die Änderung des Flächennutzungsplanes aus. „Technisch dürfte es doch inzwischen möglich sein, die Wasserproblematik in den Griff zu bekommen, zum Beispiel mit einer Drainage. Und auf der Ostseite des Feldes wurde schließlich auch gebaut.“

Abgelehnt wurde das Projekt auch vom Kreisbaumeister im Landratsamt. Noch seien Anning und Fasanenjäger selbstständige Siedlungseinheiten. Würden die Häuser gebaut, wären wohl weitere Baulandausweisungen die Folge. Ziel sei dagegen eine „geordnete städtebauliche Entwicklung zur Vermeidung eines Siedlungsbreis, wie etwa in Österreich oder vor allem in Italien“, so der Kreisbaumeister in seiner schriftlichen Stellungnahme. Genauso positionierte sich auch die Regierung von Oberbayern: Die Ortsteile sollen nicht zusammenwachsen, eine ungegliederte Siedlungsstruktur gelte es zu vermeiden.

xe

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