Bürgerentscheid zum Freibad

Freibad: Das sagen Bürgermeister und Bürgerinitiative

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Traunreut - Die Bürger haben abgestimmt, ob das Traunreuter Freibad während der Sanierung des Nichtschwimmer-Beckens geöffnet bleibt oder nicht. Das Ergebnis und die Reaktionen:

Das sagt die Bürgerinitiative:

Am Sonntag hatten die Traunreuter Bürger die Möglichkeit ihr Kreuzerl pro oder contra Schwimmbadöffnung zu machen. Da nicht genügend ihre Chance zur Mitbestimmung genutzt haben, bleibt es bei der Schwimmbadschließung. Dies bedauern wir natürlich, haben aber nicht das Gefühl verloren zu haben. Wir haben uns engagiert, etwas bewegt und gezeigt, dass man nicht alles widerspruchslos hinnehmen muss. Wir bedanken uns bei allen Traunreutern, die die Initiative unterstützt haben und natürlich auch bei allen aus den umliegenden Gemeinden und Städten, die das Schwimmbad ebenfalls lieben und weiter nutzen wollte, aber nicht mitstimmen konnten.

Wir haben unsere "Arbeit" mit dem Zustandekommen des Bürgerentscheides als erfolgreich beendet gesehen und die Entscheidung in die Hände der Traunreuter gegeben. Da dies für die meisten von uns der erste Ausflug in die hohe Politik war, hatten wir keine Ahnung davon, dass von uns erwartet wurde, nach der Wahl im Rathaus anwesend zu sein.

Pressemeldung Bürgerinitiative Pro Freibad Traunreut

Das sagt der Bürgermeister:

An diesem Sonntag hatten die Traunreuter die Wahl: Soll das Franz-Haberlander-Freibades während den Sanierungsarbeiten geöffnet bleiben, oder nicht? In insgesamt sieben Wahlbezirken wurde über diese Frage abgestimmt. Das Ergebnis:

Das Abstimmungsquorum von 20 Prozent konnte am Sonntag nicht erreicht werden. Lediglich 9,78 Prozent der stimmberechtigten Einwohner haben abgestimmt - dies entspricht 1649 Stimmen. Davon stimmten 1041 Wähler mit "Ja", 603 mit "Nein" und fünf Stimmen waren ungültig.

Somit wird der Stadtratsbeschluss von September 2014 gültig, nach dem das Freibad während der Sanierung des Nichtschwimmer-Beckens - zwischen Mai und Ende Juli 2015 - geschlossen bleibt. Bürgermeister Klaus Ritter zeigte sich im Gespräch mit chiemgau24.de-Reporter Patrick Steinke erleichtert: "Ich bin froh, dass wir uns so über 60.000 Euro sparen und dass es jetzt mit der Sanierung schneller geht."

Laut einer groben Kostenschätzung wären, unter anderem für Bauzaun und Sicherheits-Maßnahmen, mindestens 60.000 Euro an Mehrkosten angefallen. "Meine Aufgabe ist es auch, zu sparen, so gut ich kann." Daher verbuche er das Wahlergebnis als Erfolg. "Zudem ist das Risiko wesentlich geringer, dass während der Sanierung etwas passiert." Von der Bürgerinitiative "Pro Freibad" war am Sonntagabend niemand ins Rathaus gekommen.

Rubriklistenbild: © dpa/ps

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