Abstimmung über Volksfest und Bücherei-Neubau

Bürgerentscheide in Traunreut: Die Positionen der CSU

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Traunreut - Am Sonntag haben die Traunreuter das Wort: bei den Bürgerentscheiden zum Volksfest und zum Bücherei-Neubau - in einer Artikelserie schauen wir uns an, wie sich die fünf Stadtratsfraktionen positionieren. 

Soll ein neues Volksfest in Traunreut möglichst im Stadtzentrum oder auf einem neuen Volksfestplatz außerhalb stattfinden? Und sollte die Bücherei wirklich neu gebaut werden oder sich nur in ein bestehendes Gebäude einmieten? Über diese beiden Fragen werden die Traunreuter am Sonntag abstimmen können. Wir haben den 2. Bürgermeister, Hans-Peter Dangschat, gefragt, wie die CSU zu den beiden Themen steht und geben das Statement ungekürzt wider.

So steht die CSU zu den Bürgerentscheiden

Stadtbibliothek: „Wir werben für den gemeinsamen Neubau einer Stadtbibliothek mit der Volkshochschule, weil das jetzt der richtige Schritt ist, um den Bestand dieser wichtigen Einrichtungen, die so gut zusammenpassen, langfristig zu sichern. Aktuell besteht dringender Handlungsbedarf: zum einen wurde festgestellt, dass das Gebäude der Volkshochschule stark sanierungsbedürftig ist, zum anderen kann die Stadtbücherei - aufgrund der beengten Verhältnisse im angemieteten Ladenlokal am Rathausplatz - nur einen Teil ihres Bestandes präsentieren. Ein moderner Neubau neben dem K1, soll ein Ort der Begegnung, der Fortbildung, des Lesens und Lernens werden. Wir setzen uns für ein helles und energetisch effizientes Gebäude mit Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Unterrichtsräumen ein. Mit einem Außenbereich der zum Verweilen einlädt und einem Lese-Café. Auch die Unterbringung einer Ausstellung zur Stadtgeschichte und einem Jugendcafé können wir uns gut vorstellen. Wegen der Nachbarschaft zum K1 muss dieser gemeinsame Neubau von VHS und Stadtbibliothek aus einem Guss geplant werden, um Synergieeffekte im Hinblick auf Personal, Versorgungseinrichtungen und gemeinsame Räume zu nutzen.“

Volksfest: „Wir bedauern die ohne Not erfolgte Abschaffung des Volksfestes und treten als CSU für die Wiedereinführung eines Traunreuter Volksfestes ein. Wir sehen aber auch, dass es ein neues Konzept und eine neue Haltung braucht um das Volksfest attraktiv zu machen. Unser Brauchtum braucht wieder einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt. Was wir sicher nicht brauchen ist ein neuer Volksfestplatz am Stadtrand, für den wertvolle Flächen verbraucht würden. Für Grunderwerb und Ausbau müsste dann zudem ein sechsstelliger Betrag aufgewandt werden. Ein abseits gelegener Platz wäre zudem wieder für viele Traunreuterinnen und Traunreuter schlecht erreichbar. Im Stadtzentrum (Areal Eichendorffstraße/Marktplatz) kann, auch nach Realisierung des Munaparks, ein großes Volksfest mit Festzelt und zahlreichen Fahrgeschäften wie Autoscooter und sogar Riesenrad veranstaltet werden. Viele Bürgerinnen und Bürger könnten das Fest zu Fuß erreichen, zusätzlich sind über 1.500 Parkplätze für auswärtige Gäste vorhanden und die Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr ist gegeben. Städte wie Burghausen und Waldkraiburg - die uns strukturell sehr ähnlich sind - zeigen, dass ein Volksfest im Herzen der Stadt hervorragend angenommen wird. Kein Fest bringt die Generationen so zusammen wie ein schönes Volksfest. “

Unsere Artikelserie zu den Bürgerentscheiden in Traunreut:

Bürgerentscheide in Traunreut: Das ist zu beachten

Zur Abstimmung stehen am Sonntag nicht nur die Forderungen des Bürgerbegehrens, sondern als Alternative auch die sogenannten Ratsbegehren des Stadtrates. Es kann jeweils mit "Ja" und "Nein" gestimmt werden. Zur Sicherheit wird es jeweils auch noch eine Stichfrage geben.

Das Bürgerbegehren zum Volksfest lautet:

"Sind Sie dafür, dass Traunreut wieder ein Volksfest bekommt und die Stadt dafür ein neues Konzept für ein jährliches Volksfest entwickelt und einen geeigneten Platz dafür ausweist?"

Das Ratsbegehren zum Volksfest lautet:

„Sind Sie dafür, dass in Traunreut ein zentrumsnahes Volksfest veranstaltet wird und die Stadt hierzu ein Konzept entwickelt, das keinen Verbrauch von wertvollen Flächen am Stadtrand notwendig macht?“

Das Bürgerbegehren zur Bücherei lautet:

"Sind Sie dafür, dass für die Stadtbücherei Traunreut kein Neubau errichtet wird und stattdessen eine geeignete Fläche (ohne dafür zu errichtenden Neubau) im Stadtgebiet angemietet bleibt/wird (nach gegebenenfalls vorherigem Umbau durch die Stadt)?"

Das Ratsbegehren zur Bücherei lautet:

"Sind Sie dafür, dass die städtische Bibliothek in einem gemeinsamen Neubau mit der Volkshochschule Traunreut untergebracht wird mit Räumen, die optimal auf die Bedürfnisse der Bibliothek zugeschnitten sind?"

Der Initiator der Bürgerbegehren, Michael Mollner, startete zuvor auch ein Bürgerbegehren zum Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße. Hier hatte er schon Erfolg, denn nach der Unterschriftensammlung entschied sich der Stadtrat dann doch dafür, die Straße auszubauen. Die Ergebnisse der Bürgerentscheide sind ein Jahr bindend, danach dürfte sich der Stadtrat wieder anders entscheiden.

xe

Rubriklistenbild: © Fotomontage xe/CSU Traunreut

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