Abstimmung über Volksfest und Bücherei-Neubau

Bürgerentscheide in Traunreut: So denkt die Bürgerliste

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Traunreut - Am Sonntag haben die Traunreuter das Wort: bei den Bürgerentscheiden zum Volksfest und zum Bücherei-Neubau - in einer Artikelserie schauen wir uns an, wie sich die fünf Stadtratsfraktionen positionieren. 

Soll ein neues Volksfest in Traunreut möglichst im Stadtzentrum oder auf einem neuen Volksfestplatz außerhalb stattfinden? Und sollte die Bücherei wirklich neu gebaut werden oder sich nur in ein bestehendes Gebäude einmieten? Über diese beiden Fragen werden die Traunreuter am Sonntag abstimmen können. Wir haben den 2. Vorsitzenden der Bürgerliste, Peter Fuchs, gefragt, wie die Fraktion zu den beiden Themen steht und geben das Statement ungekürzt wider.

So steht die Bürgerliste zu den Bürgerentscheiden

1. Miete statt Neubau für die Stadtbücherei – Neubau der Stadtbücherei mit VHS

Die BÜRGERLISTE wirbt für das Ratsbegehren zum Neubau von Stadtbibliothek und VHS. Neben dem k1 könnte mit dem Neubau der Stadtbibliothek das gemeinsame Kulturzentrum mit einem Jugendcafé, ansprechender Aufenthaltsqualität und einem Lesegarten entstehen. Die Stadtkämmerei hat im Zuge der Suche für mögliche Anmietobjekte längst mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung nachgewiesen, dass eine Anmietung nicht günstiger kommt als ein Neubau. Und mit der VHS im gleichen Gebäude entsteht eine perfekte Symbiose zur optimalen Nutzung des Neubaus.

2. Wiedereinführung Volksfest in Traunreut – JA aber zentrumsnah!

Die BÜRGERLISTE wirbt für das Ratsbegehren. Ein Volksfest am Stadtrand benötigt etwa einen Bereich von 20.000 Quadratmetern. Eine solche Fläche würde etwa 1,6 Millionen Euro kosten. Diese Fläche wäre dann 14 Tage im Jahr für das Volksfest da, und für die anderen 50 Wochen hätte Traunreut den schönsten Lkw-Parkplatz im ganzen Landkreis. Daher wäre eine solche Fläche, wenn es denn eine gäbe, für Wohnungsbau viel besser geeignet. Außerdem ist wichtig, dass das Konzept für ein Volksfest nicht länger einem kommerziellen Betreiber überlassen werden darf. Vielmehr sollte ein Organisationsteam aus Traunreutern, etwa die heimischen Geschäfte und die Fraktionen, ein ortsverbundenes Programm erarbeiten.

Unsere Artikelserie zu den Bürgerentscheiden in Traunreut:

Bürgerentscheide in Traunreut: Das ist zu beachten

Zur Abstimmung stehen am Sonntag nicht nur die Forderungen des Bürgerbegehrens, sondern als Alternative auch die sogenannten Ratsbegehren des Stadtrates. Es kann jeweils mit "Ja" und "Nein" gestimmt werden. Zur Sicherheit wird es jeweils auch noch eine Stichfrage geben.

Das Bürgerbegehren zum Volksfest lautet:

"Sind Sie dafür, dass Traunreut wieder ein Volksfest bekommt und die Stadt dafür ein neues Konzept für ein jährliches Volksfest entwickelt und einen geeigneten Platz dafür ausweist?"

Das Ratsbegehren zum Volksfest lautet:

„Sind Sie dafür, dass in Traunreut ein zentrumsnahes Volksfest veranstaltet wird und die Stadt hierzu ein Konzept entwickelt, das keinen Verbrauch von wertvollen Flächen am Stadtrand notwendig macht?“

Das Bürgerbegehren zur Bücherei lautet:

"Sind Sie dafür, dass für die Stadtbücherei Traunreut kein Neubau errichtet wird und stattdessen eine geeignete Fläche (ohne dafür zu errichtenden Neubau) im Stadtgebiet angemietet bleibt/wird (nach gegebenenfalls vorherigem Umbau durch die Stadt)?"

Das Ratsbegehren zur Bücherei lautet:

"Sind Sie dafür, dass die städtische Bibliothek in einem gemeinsamen Neubau mit der Volkshochschule Traunreut untergebracht wird mit Räumen, die optimal auf die Bedürfnisse der Bibliothek zugeschnitten sind?"

Der Initiator der Bürgerbegehren, Michael Mollner, startete zuvor auch ein Bürgerbegehren zum Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße. Hier hatte er schon Erfolg, denn nach der Unterschriftensammlung entschied sich der Stadtrat dann doch dafür, die Straße auszubauen. Die Ergebnisse der Bürgerentscheide sind ein Jahr bindend, danach dürfte sich der Stadtrat wieder anders entscheiden.

xe

Rubriklistenbild: © xe/Bürgerliste Traunreut

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