Kommunalwahl in Traunreut

Klaus Ritter neuer Bürgermeister in Traunreut!

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Traunreut - Auch in Traunreut gibt es einen Wechsel: Herausforderer Klaus Ritter (Freie Wähler) setzte sich gegen den amtierenden Bürgermeister Franz Parzinger (CSU) durch.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen ist beendet, am Ende setzte sich der Klaus Ritter vor Franz Parzinger durch. Nun gibt es einen Wechsel auf dem Bürgermeister-Stuhl in Traunreut:

Franz Parzinger (CSU): 45,60 Prozent

Klaus Ritter (FW): 54,40 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei nur 40,13 Prozent. Fast 60 Prozent der wahlberechtigten Traunreuter hatte sich damit nicht an der Wahl ihres Stadtoberhauptes beteiligt.

Wir stellen Ihnen die Stichwahl-Kandidaten noch einmal vor:

Bleibt der Franz Parzinger (CSU, links im Bild) im Amt oder erobert Klaus Ritter (Freie Wähler) das Rathaus?

Im ersten Wahlgang erzielte Parzinger 38,23 Prozent, Ritter schloss mit 25,71 Prozent ab, nun muss am 30. März in einer Bürgermeister-Stichwahl erneut abgestimmt werden.

Franz Parzinger  ist 58 Jahre alt, seit 29 Jahren mit seiner Ehefrau Margit verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Seit 2002 ist er hauptamtlicher Erster Bürgermeister der Stadt Traunreut, Kreisrat und Mitglied im Kreisausschuss. Im Jahr 2008 kam das Amt des Bürgermeistersprechers der Landkreisbürgermeister dazu. Seitdem ist Parzinger auch stellvertretender CSU-Kreisfraktionsvorsitzender.

Klaus Ritter ist ebenfalls 58 Jahre alt und hat auch zwei erwachsene Söhne. Der selbständige Augenoptikermeister sitzt bereits die zweite Legislaturperiode im Traunreuter Stadtrat. Darüber hinaus ist Ritter Referent für Stadtplanung, Stadtsanierung und Städtebauförderung in Traunreut. Vor 1996 war er acht Jahre lang Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes von Traunreut.

Die persönlichen Unterschiede:

Parzinger setzt bei der Stichwahl auf seine langjährige Erfahrung im Amt: "Nach meiner Auffassung bin ich sehr belastbar, mein Arbeitsalltag endet oft nach zwölf bis 14 Stunden. Bereits seit zwölf Jahren führe ich eine große Verwaltung und bin kooperativ und führungsstark." Die Arbeit als Bürgermeister im Stadtrat zeige seine Teamfähigkeit und die bisher erreichten Erfolge seien ein Beleg seiner Visionen und Gestaltungskraft.

Ritter hingegen sieht sich selbst mehr als Wirtschafter: "Aufgrund meiner wirtschaftlichen Ausbildung und Erfahrung, sowie meiner langjährigen erfolgreichen Geschäftstätigkeit sehe ich mich bestens geeignet die Stadt Traunreut als Bürgermeister zu führen." Er wolle insbesondere die Stadt mit einem neuen Geist durch mehr Bürgernähe beleben.

Die politischen Unterschiede:

In politischer Hinsicht ist der amtierende Bürgermeister Parzinger sehr auf seine Verbundenheit mit Traunreut bedacht: "Bereits seit meiner Jugend bin ich am politischen Geschehen in der Kommune interessiert und aktiv in vielen Vereinen und Organisationen engagiert." Seit seiner ersten Wahl zum Bürgermeister bestimme er die Politik des Kreistages mit und werde auch im künftigen Kreistag das Mandat verantwortungsbewusst wahrnehmen. "Bei Kreisthemen wie zum Beispiel Schulen, Infrastruktur und Straßen kann ich mitentscheiden. Die Bürger Traunreuts wissen, dass sie sich auf mein Wort verlassen können und dass ich vor den Wahlen nur das verspreche, was ich auch halten kann." Gemeinsam mit den Stadträten werde er die Innenstadt sanieren und den Rathausplatz umgestalten.

Ritter setzt dagegen stärker auf den Dialog mit den Traunreutern: "Eine Vision ist es, einen wesentlich direkteren Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu halten. Desweiteren, die Entwicklung der Innenstadt und die Förderung des Einzelhandels endlich, nach verschlafenen zehn Jahren, umzusetzen." Außerdem müsse seiner Auffassung nach die Straßenausbau-Beitragssatzung unbedingt abgeschafft werden, da diese nur zu Ungerechtigkeit und Ärger bei den dringend benötigten Straßensanierungen führe.

Rubriklistenbild: © red

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