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Teils Verdreifachung der Fahrten im Kreis Traunstein

Wird das der Durchbruch für den ÖPNV? Landkreis steckt Millionen in massiven Bus-Ausbau

Busse am Bahnhof in Traunstein (Archivbild).
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Busse am Bahnhof in Traunstein (Archivbild).

Das Neun-Euro-Ticket auf der Schiene boomt, jetzt will der Landkreis Traunstein mit den Buslinien nachlegen: Über fünf Millionen Euro zusätzlich fließen jährlich in den ÖPNV, das Angebot wird teils verdreifacht. Wir haben alle Details zu den Plänen.

Traunreut/Landkreis Traunstein - Immer wieder ist die Rede davon, dass der ÖPNV in ländlichen Regionen einen schweren Stand hat. Der Landkreis Traunstein will mit seinem Nahverkehrsplan den Buslinien jetzt aber zum Durchbruch verhelfen: Bis zum Jahr 2030 soll der Plan Schritt für Schritt umgesetzt werden, ab dann sind jährlich 5,1 Millionen Euro zusätzlich für die Busse vorgesehen. Nahverkehrsplaner Marko Just vom Landratsamt stellte dem Kreistag die Pläne in der Sitzung am Freitag (8. Juli) vor. Mit großer Mehrheit wurde der Plan angenommen.

Nahverkehrsplan für den Landkreis Traunstein bis 2030

547 Fahrtenpaare sind es auf den Linien des Landkreises Traunstein in einer Woche aktuell. Bis 2030 sollen die Verbindungen auf 963 gesteigert werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Wochenend- und Feiertagen: Ist der Plan umgesetzt, sind es mit 508 dann dreimal so viele Fahrtenpaare wie jetzt an jenen Tagen. Durch den Nahverkehrsplan werden nicht nur die einzelnen Fahrpläne innerhalb des Landkreises besser aufeinander abgestimmt: „Es soll auch der Startschuss für einen Verbund mit dem Berchtesgadener Land und Salzburg sein“, so Landrat Siegfried Walch (CSU).

Steigerung der Busfahrtenpaare im Landkreis Traunstein bis 2030.

Der Kreistag stimmte bei seiner Sitzung im Traunreuter k1 mit nur einer Gegenstimme zu. „Das Zeitfenster (bis 2030, Anm.) ist unerträglich. Angesichts der steigenden Energiepreise sind wir zu schwerfällig“, begründete Michael Hüller (Grüne) sein Nein. Lothar Seissiger (FW) mahnte an, dass es bei einer so „großen Menge Geld“ auch ein einheitliches Tarifsystem brauche, das bei allen unterschiedlichen Busunternehmen genutzt werden könne - möglichst auch digital. Helga Mandl (Grüne) hielt die Kosten von umgerechnet 28 Euro je Landkreis-Bürger für „vertretbar“. Auf ihre Nachfrage hin gab Nahverkehrsplaner Just außerdem bekannt, dass auch ein Neustart des Nachtexpress wieder angedacht ist.

In die geschätzten Kosten von 5,1 Millionen Euro jährlich ab 2030 sind die Fahrgasteinnahmen und mögliche Fördergelder noch nicht einberechnet. Laut dem Nahverkehrsplan besteht am meisten Handlungsbedarf im Rupertiwinkel. Für jene „Teilregion Nordost“ sind allein knapp 1,8 Millionen Euro jährlich mehr eingeplant, gefolgt vom Nordwesten mit 1,2 Millionen Euro. Am wenigsten Handlungsbedarf hat man im Achental erkannt, dort wird aber vor allem ein Ausbau der Busverbindungen zu den Randzeiten angestrebt.

xe

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