Ärger mit Schaltzeiten und Rotphasen

"Eine Katastrophe": Ampel-Theater findet kein Ende

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Die Kreuzung Kantstraße/Werner-von-Siemens-Straße - eine der Ampeln, deren Schaltzeiten verbessert werden sollen. 
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Traunreut - Dass die Schaltzeiten der großen Ampeln in Traunreut nicht ideal sind weiß längst auch der Stadtrat - doch noch immer ist nichts passiert: Ins Kreuzfeuer gerät die zuständige Firma.

"Die Rotphase in der Siemensstraße in Fahrtrichtung West ist wesentlich länger als in Fahrtrichtung Ost und führt dadurch zu unnötigem Rückstau", meint einer unserer Leser über unser Meldeportal "Pinweis". Einem anderen fiel bereits auf, dass die Ampel an der Kreuzung bei der Traunreuter Polizei immer öfter ganz missachtet wird und Autofahrer die Kreuzung entnervt bei rot überqueren...

"Das ärgert uns maßlos"

Schon im Januar beschäftigte sich der Stadtrat mit den Ampeln an den großen Traunreuter Kreuzungen: Zum einen sollten die Schaltzeiten verbessert werden, zum anderen ein 24-Stunden-Betrieb eingeführt werden - passiert ist aber noch immer nichts. Nun rückt die Firma ins Kreuzfeuer der Kritik, die für das Umstellen der Ampeln zuständig ist.

Mitte März lagen die Ergebnisse einer Verkehrszählung vor, dann gab die Stadt der zuständigen Firma den Auftrag, die Schaltzeiten anzupassen: "Es ärgert uns maßlos, dass das mit dem Auftrag noch immer nicht geklappt hat. Angeblich gibt es bei dieser Firma nur zwei oder drei Programmierer", so Thomas Gätzschmann vom Traunreuter Bauamt in der jüngsten Stadtratssitzung.

Ärger mit zuständiger Firma

Der Verkehrsfluss an diesen fünf Ampeln soll verbessert werden. An den Nummern 1, 2 und 3 entlang der Siemens-Straße sollen die Ampeln dann 24 Stunden laufen.

"Das ist eine Katastrophe! Wir können doch da nicht einfach zuschauen", entfuhr es darauf Stadtrat Roger Gorzel - doch der Stadtverwaltung sind wohl die Hände gebunden: Nur die Firma mit Sitz in Gera könne die Ampeln umstellen, "außerdem hat sie in Deutschland in gewisser Weise Monopolstellung. Auch das Staatliche Bauamt hatte mit denen schon öfters Probleme. Es liegt nicht an uns. Wir schlafen nicht", rechtfertigte sich Gätzschmann. 

In dieser Woche will die Firma mit der Datengrundlage der Verkehrszählung nun konkrete Verbesserungsvorschläge für die Ampelphasen machen. Wie wir bereits im April berichteten, werden die Gesamt-Umlaufzeiten der Ampeln aber wohl um fünf bis zehn Sekunden verlängert. 75 Sekunden würde die Umlaufzeit dann betragen - also die Zeitspanne, in der an einer Ampel alle Rot- und Grünphasen einmal durchgelaufen sind.

Das Warten an den Ampeln würde sich dadurch verlängern, andererseits könnten während einer Grünphase auch umso mehr Autos eine Kreuzung überqueren oder die Fußgänger bekommen mehr Zeit für das Wechseln der Straßenseite. An den drei Kreuzungen der Werner-von-Siemens-Straße soll dann außerdem auch der 24-Stunden-Betrieb umgesetzt werden. 

So funktioniert Pinweis

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xe

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