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Thema Energieversorgung prägt Bürgerversammlung

Blackout in Traunreut? „Spüren große Verunsicherung, stehen aber stabiler da, als andere“

Bürgermeister Hans-Peter Dangschat bei der Online-Bürgerversammlung 2022 für Traunreut.
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Bürgermeister Hans-Peter Dangschat bei der Online-Bürgerversammlung 2022 für Traunreut.

Wie steht‘s um die Energieversorgung in Traunreut? Wie viele Windräder bräuchte es zur Autarkie und wie ist die Stadt auf einen Blackout vorbereitet? Vor allem - aber nicht nur - um die diese Fragen kreiste jetzt die Online-Bürgerversammlung.

Traunreut - Der Herbst ist da, der Winter naht und das Thema Energiesparen und Energieunabhängigkeit wird im Zuge des andauernden Ukraine-Kriegs immer drängender. Auch die Online-Bürgerversammlung Traunreuts am Dienstag (25. Oktober) war von diesem Thema geprägt. Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU) konnte für seine Stadt feststellen: „Wir hören und spüren große Verunsicherung in Teilen der Bevölkerung.“

Ist Traunreut auf einen Blackout vorbereitet?

Dementsprechend zielten auch einige Bürgerfragen in diese Richtung: „Wie sind die Stadtwerke auf einen Blackout vorbereitet?“, wollte ein Traunreuter wissen. Dangschat sieht die Stadt dafür gewappnet, „resilient“, wie er sagte. Für die Wasser- und Abwasserversorgung gebe es Notstromaggregate. Ein bayernweiter Blackout wäre das absolute Worst-Case-Szenario, das hoffentlich nicht eintrete, „aber wir bereiten uns darauf vor“.

Traunreut stehe bei der Energieunabhängigkeit aber „deutlich stabiler da, als andere Kommunen“, so der Bürgermeister. Der Grund: Das Biomasse-Heizkraftwerk und das kommunale Geothermie-Unternehmen. „Wenn man die großen Industriebetriebe herausnimmt, sind wir nahezu energieautark“, stellte Hans-Peter Dangschat fest. Daher werde man auch überlegen, das Fernwärmenetz weiter auszubauen, hinaus in die Ortsteile. Und beispielsweise die Straßenbeleuchtung sei schon weitestgehend auf LED umgestellt.

Mit sieben bis elf Windrädern wäre Traunreut autark

Spannend auch eine weitere Bürgerfrage zur Autarkie: Wie viele Windräder bräuchte es, damit Traunreut gänzlich energieunabhängig dastünde? Frank Wachsmuth, Chef der Stadtwerke, schätzte ab: Die Eigenerzeugung liegt aktuell bei rund 55 Prozent. 70.000 Megawattstunden gingen ab, um auf 100 Prozent zu kommen: Neun bis elf Windräder wären dafür nötig, wenn man von 1500 Betriebsstunden jährlich pro Windrad ausgeht. Bei 2000 Stunden Nutzungsdauer pro Windrad wären es noch sieben bis acht Windräder. Noch im vorigen Jahr entschied sich der Stadtrat aber gegen den Bau neuer Windräder.

Wie sehr sich die Stadt in den kommenden Jahren ändern wird, auch darauf gab Dangschat in der Bürgerversammlung einen Ausblick: Die Bauarbeiten für den Munapark werden im kommenden Frühjahr beginnen, damit das neue Einkaufs- und Wohnzentrum in der Innenstadt 2025 fertig ist. Die „Kulturpassage“ vom Munapark zur Kanstraße wird schon nächstes Jahr fertig, Startschuss dafür war vorige Woche. „Das wird nicht nur eine Abkürzung, sondern auch eine Plattform für die Kulturschaffenden und damit ein echter Hingucker“, so Dangschat.

Auch die Kantstraße selbst wird nach langen Planungen im kommenden Jahr umgebaut: barrierefrei, mit zurückgedrängtem Verkehr, erhöhter Aufenthaltsqualität und herausgeputzter Gastronomie. 2024 soll die Kantstraße dann in neuem Glanz erstrahlen. Das Baugebiet Stocket wird gerade erschlossen, im nächsten Frühjahr sollen laut Dangschat dann die ersten Familien schon mit dem Bau ihrer Häuser beginnen können. 850 Bewerbungen gab es für die rund 100 Bauparzellen. Ganze 83.000 Quadratmeter misst das Gebiet im Nordwesten der Stadt. Und in direkter Nachbarschaft soll bis 2025 auch die neue Polizeistation fertig sein.

xe

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