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Sie soll zur Verkehrsentlastung beitragen

Große Skepsis bei Anliegern: „Die Traunreuter Ostumfahrung ist in der Schwebe“

Osttangente Ostumfahrung Traunreut
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Etwa so wie hier grün eingezeichnet soll die Osttangente verlaufen. Es muss die umweltverträglichste Variante gewählt werden - heißt unter anderem: so wenig Waldfläche wie möglich darf zerschnitten werden. 

Das wohl größte Verkehrsprojekt der Stadt Traunreut steht auf der Kippe: Bürgermeister Dangschat gestand nun ein, dass die Rückmeldungen der Grundeigentümer „eher negativ“ seien - wie es jetzt mit der geplanten Ostumfahrung weitergeht:

Traunreut - Sechs Trassenvarianten gibt es für die geplante Traunreuter Ostumfahrung, die alle zwischen den Gewerbegebieten im Osten der Stadt und den Dörfern Frühling, Pierling und Oberwalchen verlaufen. „Wir haben die Trassen inzwischen auch bei einer Anliegerversammlung vorgestellt“, so Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU) in der Hauptausschusssitzung am Donnerstag (18. November) - aber: „Die Rückmeldungen sind eher negativ.“ Denn wenn die Stadt die Ostspange bauen will, ist sie auch auf private Grundstücke angewiesen.

Ostumfahrung von Traunreut „in der Schwebe“

„Die Ostumfahrung ist in der Schwebe“, hieß es dazu auch aus der Stadtverwaltung. Trotzdem sprach sich der Hauptausschuss dafür aus, 100.000 Euro für eine Planung der Ostumfahrung bereitzustellen. Die sechs Trassen sollen allein deshalb weiter untersucht werden, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, so der Bürgermeister. Probleme könnte es bekanntermaßen nicht nur wegen der Grundstücke, sondern auch wegen des Naturschutzes geben. „Massive Eingriffe in die Natur werden erforderlich sein“, bekannte Hans-Peter Dangschat schon vor längerer Zeit.

Jetzt soll mit den Anliegern der Trassen rund um Oberwalchen, Pierling und Frühling nochmal in Einzelgespräche gegangen werden. „Aber ob wir weiterkommen, weiß ich nicht“, so Dangschat. Was wäre die Alternative? Auch die Grundeigentümer selbst haben weitere Trassen für die Osttangente vorgeschlagen, die nun ebenfalls untersucht werden sollen. Theoretisch denkbar wäre auch, dass die Grundstücke später durch den Bund enteignet werden. Denn um die Ostumfahrung schneller zu realisieren und nicht aufs Grüne Licht des Bundes warten zu müssen, entschied sich die Stadt für die „Kommunale Sonderbaulast“. Heißt: Traunreut baut die Straße auf eigene Faust und streckt eigene Gelder vor. Das wäre zumindest der Plan. Das Staatliche Bauamt schätzte bereits, dass die Straße ohnehin erst um das Jahr 2033 fertig sein könnte.

Enteignungen? Dangschat will „größtmöglichen Konsens“

Bürgermeister Dangschat betonte aber, bei den Grundstücksfragen „größtmöglichen Konsens“ anzustreben. Stadtrat Josef Winkler (Bürgerliste) fragte dementsprechend: „Wenn sich auch nur einer der Anlieger sperrt und wir auf der anderen Seite nicht enteignen wollen, dann könnten wir uns die 100.000 Euro Planungskosten eigentlich sparen.“ Trotzdem sprach sich der Hauptausschuss dann einstimmig dafür aus. Denn die Gelder sind eng gekoppelt mit den 1,14 Millionen Euro, die für Grunderwerb und Ausbau der Straße am Frühlinger Spitz vorgesehen sind. Und über den Ausbau herrschte im Stadtrat zuletzt immer große Einigkeit.

xe

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