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„Wir müssen ein Zeichen setzen“

Traunreuts Grüne mit Vorstoß zu aufgeständerten Solaranlagen: Scheitern vorprogrammiert

Solar panels in agricultural community Kfar Vitkin
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Symbolbild aufgeständerter Solaranlagen.

Die Traunreuter Grünen wollen, dass auch aufgeständerte Solaranlagen auf Dächern, wie oben im Bild, überall erlaubt werden - doch damit scheinen sie im Stadtrat nun eindeutig abzublitzen.

Traunreut - „Wir müssen ein Zeichen setzen“, begründete Veronika Lauber den Antrag ihrer Grünen-Fraktion am Mittwoch (20. Oktober) im Bauausschuss: Klimaschutz sei relevant und Traunreut solle signalisieren, dabei nicht auf der Bremse zu stehen. Konkret geht es um die Erlaubnis, dass auf allen Dächern Solaranlagen und Photovoltaikanlagen auch aufgeständert werden dürfen, Gebäude mit Denkmalschutz ausgenommen. Doch außer Lauber stimmten alle Mitglieder des Bauausschusses dagegen. Endgültig entscheiden wird zwar erst der Stadtrat kommende Woche, doch das bisherige Votum scheint eindeutig.

Traunreut wohl gegen aufgeständerte Solaranlagen

Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU) fasste die Gegenargumente zusammen: Man wolle sich offenhalten, Nachbarn vor Blendeffekten zu schützen und müsse manchmal auch auf das Ortsbild Rücksicht nehmen - „denn schön sind manche aufgeständerte PV-Anlagen nicht“. Außerdem: Auch wenn in manchen Bebauungsplänen, wie fürs neue Baugebiet Stocket, vorgeschrieben ist, dass Solaranalgen parallel zum Dach errichtet werden müssen, könne auf Anfrage des Hauseigentümers noch immer eine Ausnahme gemacht werden.

Der Antrag ist überflüssig, weil er kein bestehendes Problem löst“, so Josef Winkler (Bürgerliste). Laut Stadtverwaltung habe es eben auch noch nie einen Fall gegeben, bei dem ein Hauseigentümer seine Photovoltaikanlage aufständern wollte, aber nicht durfte. Und Christian Stoib (SPD) fügte hinzu: „Das ist wilder Aktionismus an der Physik vorbei“, denn aufgeständerte Solaranlagen würden schließlich einen Schatten werfen und dahinterliegende PV-Flächen in ihrem Wirkungsgrad einschränken. Auch die Probleme Windanfälligkeit und Schneelasten wurden in dem Zuge genannt.

Es gehe nicht darum, ob einem aufgeständerte Photovoltaikanlagen gefallen oder nicht, argumentierte die Grüne Veronika Lauber weiter: „Es ist vielleicht auch eine Generationenfrage. Meiner Generation würde so etwas nicht mehr auffallen, wir haben andere Probleme.“ Am Donnerstag nächster Woche (28. Oktober) wird der Stadtrat dann endgültig über den Antrag entscheiden.

xe

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