Von Hörpolding nach Truchtlaching

Großer Ausbau: Muss die Straße wirklich so breit werden?

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Traunreut - Vor allem viele Radler nutzen die kleine Straße von Hörpolding über Haßmoning zum Chiemsee - jetzt soll sie ausgebaut werden: Man entschied sich für die breiteste Variante. 

In einem "teilweise sehr schlechten baulichen Zustand" sei die Gemeindeverbindungsstraße, so die Stadtverwaltung. Pendler nutzen sie oft, auch Radfahrer. 4,60 Meter ist die Straße momentan breit, dazu kommen links und rechts die Bankette. Wie breit soll die Straße ausgebaut werden? Der Stadtrat hatte am Donnerstag eine ganze Reihe von Varianten, zwischen denen entschieden werden konnte:

Variante

Gesamte Breite

Gesamtkosten

Kostenanteil
Stadt

Zusätzlicher
Grunderwerb

5 Meter ohne 
Geh- und Radweg

7 Meter

1,9 Millionen €

1,9 Mio.

4000 

Quadratmeter

5 Meter mit
Geh- und Radweg

10,25 Meter

2,7 Millionen €

2,3 Mio.

15.000 Qm.

5,50 Meter ohne
Geh- und Radweg

7,50 Meter

2 Millionen €

1 Mio.

5600 Qm.

5,50 Meter mit
Geh- und Radweg

10,75 Meter

2,9 Millionen €

1,45 Mio.

16.300 Qm.

6 Meter ohne
Geh- und Radweg

8 Meter

2,2 Millionen €

1,1 Mio.

7300 Qm.

6 Meter mit 
Geh- und Radweg

11,25 Meter

3 Millionen €

1,5 Mio.

18.000 Qm.

6,50 Meter ohne
Geh- und Radweg

8,50 Meter

2,3 Millionen €

1,15 Mio.

8900 Qm.

6,50 Meter mit
Geh- und Radweg

11,75 Meter

3,2 Millionen €

1,6 Mio.

19.600 Qm.

Mit einer deutlichen Mehrheit von 22 zu 5 Stimmen entschied sich der Stadtrat am Ende für die größte Variante: Einen Ausbau der rund dreieinhalb Kilometer langen Gemeindeverbindungsstraße mit 6,50 Metern Breite mit zusätzlichem, abgesetzten Geh- und Radweg. Fast zwölf Meter wird die Trasse dann breit. Auf die Stadt kommen etwa 1,6 Millionen Euro an Kosten zu, zusätzlich zum Grunderwerb.

"Die landwirtschaftlichen Maschinen sind manchmal schon ohne Seitenspiegel drei Meter breit und normale Autos werden auch immer größer", rechtfertigte Verkehrsreferent Gorzel seine Zustimmung. Als "völlig unnötig" bezeichnete dagegen Ernst Ziegler den geplanten Ausbau. Auch wenn die Verkehrszahlen steigen gäbe es in Richtung Seeon-Seebruck ja besser ausgebaute Straßen: "Sonst brauchen wir bald eine Umgehung für Haßmoning."

"Schmerz und Niedergeschlagenheit" bei treuer Radlerin

Auch eine Traunreuter Bürgerin meldete sich schriftlich bei der Stadtverwaltung: "Ich befahre die Straße seit bald 40 Jahren mit dem Fahrrad und finde sie sehr schön" - die Ausbaupläne würden bei ihr dagegen "Schmerz und Niedergeschlagenheit" hervorrufen. 

Im nächsten Schritt wird die Stadt nun Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern führen. Zwei Bauabschnitte sind später vorgesehen: Zuerst von Hörpolding bis Haßmoning, später von Haßmoning bis zur Gemeindegrenze kurz vor Pattenham. 

xe

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