Wie viel gibt die Stadt an Zuschuss?

"Zukunft des Vereins sichern": TuS muss drei Millionen Euro investieren

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Dach, Heizung, Lüftung, Hallenumgriff und einige weitere Reparaturen: Knapp 2,4 Millionen Euro kostet nach einer Schätzung allein die Sanierung der TuS-Halle in Traunreut. 
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Traunreut - Turnhalle, Sportplätze, Kiosk: Beim TuS stehen einige teure Arbeiten an - mehr als drei Millionen Euro könnte alles kosten. Nun soll auch die Stadt ihren Teil dazu beitragen.

Der TuS Traunreut ist im Umbruch, vieles wird sich wandeln: Zum einen hat der Verein noch immer keinen Wirt für die Sportgaststätte gefunden. Der 1. Mai als angepeilter Wiedereröffnungstermin kann nicht eingehalten werden. Dann steht der Verein wieder ohne Ersten Vorsitzenden da, nachdem Hans Mayer im September 2018 den Posten abgab

TuS bittet Stadt um 300.000 Euro

Markus Tesche (links) und Roger Gorzel, die stellvertretenden und geschäftsführenden TuS-Vorsitzenden.

Weil beim TuS auch große Sanierungen anstehen, ersucht der Verein die Stadt Traunreut nun um Fördergelder. Im Zuschussantrag, der in der Stadtratssitzung am Donnerstag behandelt wurde, bittet der Verein um 300.000 Euro im Laufe der kommenden drei Jahre. Mit den Fördergeldern der Stadt, dem Bayerischen Landessportbund und durch die Hilfe der Mitglieder wolle man "die Zukunft des Vereins sichern", so Roger Gorzel und Markus Tesche in dem Antrag.

Die größte Aufgabe wird die Sanierung der TuS-Halle. Nach einer ersten Schätzung kosten Dachsanierung, Reparaturen in der Halle und Erneuerung von Heizung und Lüftung knapp 2,4 Millionen Euro. Außerdem sind auch Arbeiten am Sportplatzgelände, der Gaststätte, den Tennisplätzen, dem Kiosk oder am Umkleidehaus notwendig, die laut Gorzel und Tesche ebenfalls knapp 790.000 Euro kosten könnten.

Verein und Stadt wollen Einigung bis Mai

Auf den größten Traunreuter Verein mit über 2400 Mitgliedern wartet in den nächsten Jahren noch eine weitere Herausforderung: Mitgliederverwaltung und Büroarbeit müssen auf neue Füße gestellt werden. Der Verein sei derzeit nicht in der Lage, die Verwaltung ins digitale Zeitalter zu überführen - auch eine zusätzliche Aushilfskraft würde dazu nicht reichen. Roger Gorzel forderte auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember 2018 bereits, einen hauptamtlichen Geschäftsführer und einen Buchhalter einzustellen.

Entschieden wurde vom Stadtrat am Donnerstag noch nichts. Nach Ostern wollen sich die TuS-Vereinsführung und Vertreter der Stadt erneut treffen, im Mai soll das Ergebnis dann im Hauptausschuss vorgestellt werden. 

xe

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