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Nach jahrelangem Warten

„Klimakatastrophen holen uns immer mehr ein“: Endlich Hochwasserschutz für Hörpolding

Der Mühlbach bei Hörpolding - im Hintergrund steht der Bagger für die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz schon bereit.
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Der Mühlbach bei Hörpolding - im Hintergrund steht der Bagger für die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz schon bereit.

Die Lage war 2013 wahrlich „dramatisch“ in Hörpolding - doch bald sollen 50 Einwohner und ein Betrieb in Hörpolding anständig vor Hochwassern geschützt sein. Was für rund 1,4 Millionen Euro jetzt gebaut wird:

Traunreut - Von „schlimmen Erinnerungen“ sprach Traunreuts Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU), als er beim Ortstermin am Mittwoch (14. September) ans Jahr 2013 zurückdachte: überflutete Häuser und Keller im Hörpoldinger Unterdorf, Ängste bei den Menschen. Damit sich das nicht wiederholt, wurde jetzt der Startschuss zum Hochwasserschutz gegeben. 1,4 Millionen Euro wird die Stadt Traunreut investieren, um das Wasser von Traun und Mühlbach im Zaum zu halten bzw. ihm Platz zu geben. Ein Teil wird durch Fördergelder erstattet.

Baubeginn für Hochwasserschutz in Hörpolding

Es geht um den Bau von insgesamt 500 Metern Deichen, bis zu zwei Meter hoch, um die Errichtung einer Hochwasserschutzwand entlang des Mühlbachs, und eines Rückhaltebeckens, das 19.000 Kubikmeter Wasser fassen kann. 120 Tonnen Wasserbausteine werden verbaut, 5000 Kubikmeter Erde werden ausgehoben. Außerdem wird ein Drosselbauwerk errichtet, um den Mühlbach zu bremsen. Bis zum Sommer 2023 soll alles fertig sein. „Alles passiert im Einklang mit der Natur. Die Rückhaltefläche wird bepflanzt und die Bauwerke werden kaum auffallen“, so Dangschat.

Beim symbolischen Spatenstich zum Baubeginn des Hochwasserschutzes am Mühlbach in Hörpolding.

Die ganze Sache hat sich nun über viele Jahre hingezogen: allein die Grundstücksverhandlungen mit den Anliegern brauchten drei Jahre, ehe sie 2020 abgeschlossen werden konnten. Jetzt soll es dagegen relativ schnell gehen. Laut Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann soll der Hochwasserschutz im Sommer nächsten Jahres umgesetzt sein: „Es war ein langer Atem notwendig.“ Viele Gespräche zwischen Anliegern, Kraftwerksbetreiber, Wasserwirtschaftsamt und Ingenieurbüro waren notwendig. Nun sollte der Hochwasserschutz für die 15 Häuser mit rund 50 Bewohnern und den Gewerbebetrieb im Hörpoldinger Unterdorf bald umgesetzt sein.

Bürgermeister Dangschat holte bei der Beschreibung des Problems weiter aus: „Klimakatastrophen scheinen uns immer mehr einzuholen. Die Abstände zwischen Starkregenereignissen werden immer kürzer - und dazwischen herrscht oft Trockenheit und der Boden wird immer weniger aufnahmefähig.“ Die Wetterkapriolen der letzten Jahren hätten auch dazu geführt, dass die Entscheidung im Traunreuter Stadtrat für die Schutzmaßnahmen in Hörpolding umso schneller herbeigeführt wurden.

xe

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