Pressemitteilung Freie Wähler Traunreut

Neujahresempfang der Freien Wähler Traunreut

+
Bürgermeister Ritter

Traunreut - Zu ihrem traditionellen Neujahresempfang luden die Freien Wähler Traunreut am vergangenen Donnerstag in das Kultur- und Veranstaltungszentrum k1 ein.

Vorsitzender Kai-Holger Seidel konnte bei seiner Begrüßung zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten aus anderen Orten, Kreisräte, Stadt- und Gemeinderäte sowie alle Stadtratskandidatinnen und Stadtratskandidaten der Freien Wähler Traunreut im voll besetzten Saal begrüßen. Entschuldigen musste sich der Vorsitzende der FW Landtagsfraktion, Florian Streibl. Er hätte sich zwar sehr auf die Veranstaltung gefreut, musste allerdings auf Grund eines grippalen Infekts kurzfristig absagen. "So mussten wir spontan das Programm abändern, da wir in der Kürze der Zeit keinen Ersatzmann bekommen konnten", so der Vorsitzende. Er kündigte statt der Rede Streibls eine Frage- und Antwortstunde, die nun in das Abendprogramm rückte.


Klaus Ritter fordert 1 Euro für Bus- und Bahnfahrten 

Der erste Bürgermeister der Stadt Traunreut, Klaus Ritter, ging während seiner Rede zunächst auf die vergangenen sechs Jahre in einem kurzen Rückblick ein. "Ich wollte etwas bewegen und ich habe etwas bewegt," so das amtierende Stadtoberhaupt. Zu Beginn seiner Amtszeit habe er sehr schnell gemerkt, dass er als Bürgermeister Ziele vorgeben muss. Er nannte eine ganze Reihe von Maßnahmen, die während seiner bisherigen Zeit als Bürgermeister umgesetzt werden konnten.So zählte er die Modernisierung der Grundschulen, die Planung für den Neubau der Grundschule Nord, der Neubau eines Kindergartens an der Kolpingstraße, den Kreisverkehr in Matzing, die Planung für den Munapark, die Ausweisung des Neubaugebiet Stocket, die Straßenbaumaßnahmen Nansenstraße, Gemeindeverbindungsstraße Hörpolding-Haßmoning sowie den Kreisverkehr an der Adalbert Stifter Straße und zuletzt den Neubau des Traunwalchener Feuerwehrhauses auf. Und das waren nur die ganz großen Dinge.

Im weiteren Verlauf seiner Rede nannte er die laufenden Projekte, welche gerade in Bearbeitung sind. Dabei befindet sich unter anderem ein Gesamtverkehrskonzept, welches auf Initiative der Freien Wähler im Stadtrat beschlossen wurde.Beim Thema Frühlinger Spitz Straße wurde Ritter deutlich. Bereits im Jahr 2017 wollte er Gelder für deren Planung in den Haushalt einstellen, was ihm vom dann vom Stadtrat verwehrt wurde. Diese Blockadehaltung sei ihm absolut unverständlich gewesen. Diese Entscheidung richtete sich ganz klar gegen die Bürger. Erst durch ein Bürgerbegehren kam das Thema wieder auf die Tagesordnung im Stadtrat. Im dritten Punkt in seinen Ausführungen befasste sich Ritter mit seinen Zukunftsplänen. In seiner aufgestellten Agenda 2030 steht beispielsweise, aus Traunreut, Traunstein und Trostberg ein gemeinsames Oberzentrum zu bilden. "Mit einem Oberzentrum hat man ganz andere Möglichkeiten, vor allem bei Bildungseinrichtungen", so Ritter. Des Weiteren ist er gerade dabei, einen Funpark für Kinder und Jugendliche in der Kernstadt zu planen, um zukünftig das Freizeitangebot für Kinder, Jugendliche und Familien attraktiver zu gestalten. Eines seiner großen Vorhaben sei das so genannte Ein-Euro-Ticket. "Wir bekommen die Leute nur in den Bus oder in den Zug, wenn die Preise, Streckenführung und Fahrzeiten attraktiver sind", rief Ritter zum Ende seiner Ansprache aus.


Gewerbesteuer sinkt auf 9,9 Millionen Euro 

Während der angekündigten Frage- und Antwortstunde ging Ritter auf einige Fragen von den Zuhörern aus dem Publikum ein.Die umfangreichste Frage war die nach der aktuellen Haushaltssituation nach dem Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen. Darauf erklärte der Bürgermeister, dass der Bereich der Gewerbesteuer auf rund 9,9 Millionen Euro zurückgegangen sei. Das sei allerdings das Ergebnis von allen Betrieben, nicht nur von einer großen Firma. Die Folgen daraus sind, dass die Rücklagen mit der Umsetzung aller vorgeplanten Maßnahmen bis zum Jahr 2022 aufgebraucht sind."Wir hoffen allerdings auf eine schnelle Entspannung der wirtschaftlichen Lage."

Zwei Strukturen unter einem politischen 

Dach Eingangs der Veranstaltung sprach der Vorsitzende der FW Kreisvereinigung, Hans Stoiber aus Altenmarkt, sein Grußwort. Er erörterte den Unterschied zwischen dem Kreisverband und der Kreisvereinigung. Es lässt sich vereinfacht folgendermaßen erklären: Der Kreisverband kümmert sich um die Kommunalpolitik, die Kreisvereinigung um die Landespolitik. Die aktuelle Regierungsbeteiligung der Freien Wähler in Bayern gebe ihnen recht auch den landespolitischen Zweig zu betreiben, so Hans Stoiber. Zum Abschluss dankte Stoiber dem Ortsverband für seine umfangreiche Arbeit und nannte ihn einen absoluten Glücksfall für die Stadt.

Konrad Unterstein: Ärmel hochkrempeln und Traunreut weiter gestalten 

Einen Höhepunkt des Abends läutete Konrad Unterstein, Vorsitzender der FW Stadtratsfraktion, ein. Er überraschte seinen Amtsvorgänger Ernst Biermaier mit einer ganz besonderen Ehrung, dem Ehrenkrug der Freien Wähler Traunreut. In seiner Laudatio nannte Unterstein den Gründungsvater des Ortsverbands als Motor der Truppe. Er dankte Biermaier für sein langjähriges Engagement als erster Vorsitzender, Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER in der größten Stadt des Landkreises Traunstein.

In seiner Ansprache betonte Unterstein deutlich, dass es das Ziel sei, bei den kommenden Kommunalwahlen mehr Stadtratsmandate zu erringen und auch weiterhin mit Klaus Ritter den Bürgermeister zu stellen. Es wurde zwar schon einiges erreicht, allerdings wolle man die Erfolge nicht verwalten sondern auch weiterhin Traunreut samt seinen Umland und Bürgern weiter nach vorne bringen. Was die Freien Wähler sich alles vorgenommen haben, stehe alles im brandneuen Programm, welches auf der Bühne durch den Fraktionsvorsitzenden vorgestellt wurde. Großen Applaus gab es für die gut aufgestellte Stadtratsliste. Unterstein endete mit dem Appell, der auch gleichzeitig das Motto der FREIEN WÄHLER ist: "Lasst uns Politik mit Herz und Verstand machen!"

Für eine erfrischende Bühnenshow zwischen den Rednern sorgte die Tanzschule Heartbeat. In vielen Tänzen und Darbietungen zeigten verschiedene Gruppen ihr Können, welches unter den Gästen großes Staunen auslöste. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch Musikstücke, gespielt von der Stadtkappelle Traunreut. Zu Beginn und am Ende sorgten die Musikanten für eine gute Stimmung im Saal. Der Schlusspunkt der gelungenen Veranstaltung stellte das gemeinsame Singen der Bayernhymne dar.

Pressemitteilung Freie Wähler Traunreut

Kommentare