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„Das ist kein Spaß, das hat wirklich Sprengstoff!“

Beim Nahverkehr mit München oder mit Salzburg kooperieren? Landrat Walch warnt drastisch

Traunsteins Landrat Siegfried Walch.
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Traunsteins Landrat Siegfried Walch.

Viele Regionen sind dabei, den ÖPNV auszubauen und miteinander zu kooperieren - auch der Landkreis Traunstein investiert jetzt massiv, aber in welche Richtung will man sich verstärkt vernetzen?

Traunreut/Landkreis Traunstein - Die Zukunft des Nahverkehrs bestimmte die jüngste Traunsteiner Kreistagssitzung im k1 in Traunreut. Doch: die eigenen Linien zu stärken und auszubauen ist das eine, die Vernetzung mit den ÖPNV-Angeboten der Nachbarlandkreise das andere - die Strukturen aufeinander abzugleichen, stellte sich bisher nicht immer als einfach dar. Mit dem ambitionierten Nahverkehrsplan des Landkreises soll laut Landrat Siegfried Walch (CSU) auch der „Startschuss“ für einen Verkehrsverbund mit dem Berchtesgadener Land gelegt werden, um im zweiten Schritt auf Salzburg zuzugehen.

Sengl: Probleme bei ÖPNV-Kooperation mit Österreich?

Auf einige Nachfragen der Kreisräte hin, hieß es von Walch und der Landkreis-Verwaltung, dass auch mit Altötting, Mühldorf und Rosenheim Gespräche geführt würden bzw. Kooperationen angedacht seien. Gisela Sengl (Grüne) äußerte dagegen eher Zweifel, dass ein Verkehrsverbund mit Salzburg leicht umzusetzen sei: „Rechtliche und politische Unterschiede“ zu Österreich könnten Probleme bereiten, so Sengl - und sprach sich dafür aus, sich mit dem Nahverkehr enger an die Landeshauptstadt München zu binden.

Das Stichwort München ließ Siegfried Walch in diesem Zusammenhang dagegen keine Ruhe. Der Landrat holte zu einem emotionalen Appell aus. Er warnte vor einer langfristigen Anbindung an den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV): „Ich will nicht, dass unsere Region so wird, wie die rund um München. Man muss sich nur anschauen, was dort mit der angestammten Bevölkerung passiert ist“, so Walch.

Walch: Wollen keine Schlafregion von München werden

Gemeint war vor allem die Explosion der Grundstückspreise innerhalb des Münchner S-Bahn-Netzes. „Das ist kein Spaß, das Thema hat wirklich Sprengstoff.“ Durch die Expansion des MVV-Tarifgebiets seien außerdem ganze Schlafstädte entstanden, „und so eine Schlafregion wollen wir nicht werden“, unterstrich Walch. In der Landkreis-Verwaltung habe man es sich daher „genau überlegt“, beim Nahverkehr in erster Linie mit dem Berchtesgadener Land zusammenzuarbeiten.

Das Tarifgebiet des MVV reicht im Osten inzwischen bis Buchbach im Landkreis Mühldorf und Wasserburg. Seit 2020 wird untersucht, ob Stadt und Landkreis Rosenheim sowie der Landkreis Mühldorf auch in ihrer Gesamtheit dem MVV-Gebiet beitreten könnten.

xe

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