Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Weil alter Asphalt Schadstoffe enthalten könnte

Muss Traunreut zur Bodenbeprobung extra eine eigene Halle bauen? Aufschrei im Stadtrat

Werden beispielsweise Straßen abgetragen, muss der Asphalt auf Schadstoffe untersucht werden - doch soll die Stadt dafür eigens eine Halle bauen und allein schon für die Planung 250.000 Euro einplanen? Von einigen Stadträten kommt heftiger Widerstand.

Traunreut - Wie am besten mit Bodenaushub umgehen, der noch auf Schadstoffe untersucht werden muss? In der jüngsten Sitzung des Traunreuter Hauptausschusses gab es dazu eine teils emotionale Debatte. Es geht beispielsweise um alten Asphalt von Straßen oder Radlwegen, der abgetragen wurde. Als Bauherr ist die Stadt verpflichtet, das Material vor der Entsorgung auf mögliche Schadstoffe untersuchen zu lassen. Früher wurden beispielsweise auch schon mal teerhaltige Stoffe mit verbaut. Doch die Untersuchungen dauern meist mindestens zwei Wochen - wo also das Material lagern?

Die Stadt lagert die Materialien momentan übergangsweise nahe dem Klärwerk. Wichtig ist, dass sie auf wasserundurchlässigem Untergrund liegen und vor Regen geschützt werden, damit mögliche Schadstoffe nicht ins Grundwasser gelangen können. Weil die Lagerung „zunehmend Probleme“ bereite, solle in der Nähe des Bauhofs deshalb eine Halle dafür gebaut werden, lautete der Vorschlag aus der Verwaltung. Allein für die Planung seien 250.000 Euro bereitzuhalten.

Diskussion um Halle zur Beprobung von Bodenaushub in Traunreut

Da haut‘s mir den Vogel raus bei diesem Unsinn“, entfuhr es Stadtrat Michael Mollner (Liberale Initiative Zukunft). Es würde reichen, dafür Container anzuschaffen und diese wasserdicht zu machen. Adolf Trenker (Freie Wähler) legte nach: „Eine Halle ist dafür rechtlich nicht mal vorgeschrieben. Und allein von den 250.000 Euro Planungskosten könnte man schon eine Systemhalle bauen.“ Udo Albrich von der Stadtverwaltung hielt dagegen, dass man schon zu einer gewöhnlichen Untersuchung von Straßenasphalt dann dutzende Container bräuchte - „wo stellen wir die hin?“

Bürgermeister Hans-Peter Dangschat einigte sich mit den Mitgliedern des Hauptausschusses dann auf einen Kompromiss. In der Nähe des Bauhofs soll nun lediglich eine geeignete Lagerfläche geschaffen werden. Von einer Halle oder einer Überdachung war im einstimmigen Beschluss dann nicht mehr die Rede. Endgültig entscheiden wird der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag (23. November). Alter Asphalt, der abgetragen werden muss bzw. die Entsorgungsflächen dafür, sorgten auch schon in Berchtesgaden oder Tittmoning für Diskussionen.

xe

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck

Kommentare