Neujahrsempfang in Traunreut

Neujahrsempfang der Freien Wähler

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Traunreut -Zum Neujahrsempfang konnten die Freien Wähler im Landkreis rund 200 Besucher im k1 in Traunreut begrüßen.

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“  Mit diesem Zitat des indischen Menschenrechtlers Mahatma Gandhi machen sich die Freien Wähler im Landkreis Traunstein Mut auf die Kommunalwahl am 16. März.

„Wir haben sehr viele Mitgliederzuwächse zu verzeichnen und sind somit sehr gut aufgestellt“, sagte Landratskandidat Andreas Danzer beim Neujahrsempfang im k1 in Traunreut. In allen 35 Gemeinden vertreten, werden die Freien Wähler ein gehöriges Wörtchen mitzureden haben, ist Danzer überzeugt. Die große Resonanz – etwa 200 Besucher waren zum Empfang gekommen - zeuge von einer großen Gemeinschaft und einem guten Zusammenhalt. Der 41-jährige Grabenstätter habe durchaus sehr viele Visionen, aber dafür fehle grundsätzlich das Geld und „das haben wir nicht.“ Im Moment sei kein Platz für irgendwelche Visionen, betonte er. Sein Bestreben mit ihm als Landrat sei es, den insgesamt mit 90 Millionen Euro in der Kreide steckenden Kreishaushalt wieder auf vernünftige Füße zu stellen und die Kreisumlage, die derzeit bei 55 Prozent liegt, zu senken. Der Landkreis müsse lernen nicht über seine Verhältnisse zu leben, sondern mit dem was er hat, auszukommen.

„Wir Freien Wähler fühlen uns aber auch in der Pflicht, die vom Kreistag beschlossenen, zukunftsweisenden Ziele mitzutragen und sollten diese auch nicht über den Haufen werfen.“ Aktuell erinnerte er an das Dr. Johannes-Heidenhain-Gymnasiums in Traunreut, das in den nächsten vier Jahren für über 17,5 Millionen Euro zum Teil neu gebaut bzw. saniert wird. 15 Millionen Euro seien für die dringend sanierungsbedürftige Realschule in Traunreut eingeplant und beim Annette-Kolb-Gymnasium in Traunstein soll eine Turnhalle gebaut werden, die beim Neubau des Gymnasiums aus finanziellen Gründen aufgeschoben wurde.

Neben weiteren Investitionen im Bereich der Kreisaltenheime und Kliniken, die massiv in der Kreide stecken, warb Danzer auch für den Tourismus. Vor dem Hintergrund der Diskussion einer gemeinsamen Tourismus-Vermarktung warnte er vor den Eitelkeiten einzelner Personen: „Der Chiemsee gehört uns miteinander und wir sollten auch gemeinsam davon profitieren.“

Für diese künftigen Entscheidungen aber auch für eine individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen sowie der Vereine wolle sich Danzer stark machen. Dafür brauche es einen Landrat mit Überzeugungskraft, Durchsetzungsvermögen und einem gewissen Fingerspitzengefühl.

Ich denke, dass ich das alles habe.“ Als ehemaliger Mitarbeiter im Landratsamt Traunstein, habe er viele Abteilungen im Amt durchlaufen und kenne deshalb auch die Strukturen des Landkreises sehr gut. Heute arbeitet der verheiratete Familienvater als Firmenkundenberater für die AOK.

Klare Linien und zukunftsorientierte Konzepte forderte der Traunreuter FW-Bürgermeisterkandidat und Stadtrat Klaus Ritter für seine Stadt. Die Freien Wähler in Traunreut wollen mit ihrer ausgerufenen Agenda 2030 über den Tellerrand hinausblicken und die Stadt mit Weitblick voranbringen. Am Beispiel des von der FW- raktion geforderten Kreisverkehrs im Bereich der Staatsstraße (Waginger Straße) und der Trostberger Straße in Traunreut, warf er dem Stadtrat „Kursichtigkeit“ vor. In den Augen der Freien Wähler böte der im kommenden Jahr geplante Ausbau des Teilstücks der Staatsstraße zwischen der Kantstraße und der Trostberger Straße ideale Voraussetzungen, bei der Abzweigung nach Palling gleichzeitig einen Kreisverkehr zu bauen, um das durch das neue BayWa-Kaufland-Einkaufszentrum erhöhte Verkehrsaufkommen in den Griff zu bekommen. Laut den vorliegenden Prognosen erhöhe sich das Verkehrsaufkommen in diesem Bereich um 1700 Fahrzeuge pro Tag.

Dass es mit der Bürgernähe in Traunreut nicht weit her ist, kritisierte er unter anderem am Beispiel des Traunring-Ausbaus und der damit verbundenen vieldiskutierten Straßenausbaubeitragssatzung. „Die Bürger wollen einen anderen Bürgermeister“, betonte Ritter und plädierte für eine Wachablösung mit ihm als Bürgermeister.

Neujahrsempfang der Freien Wähler

Dass “Wochenend und Sonnenschein“ für Danzer und Co in den kommenden Wochen ein frommer Wunsch sein werden, bekräftigten die Quadrophoniker aus Siegsdorf mit dem gleichnamigen Lied ihrer großen Vorbilder. Die „Comedian Harmonists des Chiemgaus“ sorgten mit einem genialen Auftritt neben dem Duo „Ebbs & Nix“ für einen unterhaltsamen Abend.

Der aus den Reihen der A-capella-Sänger stammende „kleine Wicht“, wie sich Thomas Kamm, seines Zeichens auch Bürgermeister in Siegsdorf, selber bezeichnete, stieg dabei zum großen Entertainer auf und gab den Kandidaten einige gut gemeinte Tipps mit in die heiße Wahlkampfphase: „ Werden sie lockerer und gewinnen Sie die Damen, dann haben Sie die Wahl gewonnen.“ Wobei das mit dem gewinnen der holden Weiblichkeit im übertragenen Sinne nicht wörtlich zu verstehen sei: Von einem Techtelmechtel sollte Abstand genommen werden.

Sehr amüsant seien auch die Sketche der beiden Kabarettisten „Ebbs & Nix" gewesen, die für viele Lacher sorgten.

ga

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