"Da werd' ich noch sauer! Kann Umstellung so schwer sein?"

Ampel-Theater: Auch nach neun Monaten kein Ende in Sicht

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Eine der Ampeln, deren Schaltzeiten angepasst und 24 Stunden ausgeweitet werden sollen: Die Kreuzung von Kant- und Werner-von-Siemens-Straße in Traunreut. 
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Traunreut - Die Ampeln an der Siemens-Straße sollen rund um die Uhr laufen: der Beschluss stammt aus dem Januar, noch immer hat sich nichts getan - und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Wer glaubt, die Umstellung von städtischen Ampeln sei mit einem Knopfdruck getan, hat sich getäuscht: Auch neun Monate nach dem Beschluss des Traunreuter Bauausschusses laufen die Ampeln an den drei großen Kreuzungen der Werner-von-Siemens-Straße nicht im 24-Stunden-Betrieb. 

"Da werd' ich noch sauer"

"Das kann doch nicht so schwer sein, die endlich auf 24 Stunden zu schalten. Das gibt's nicht, da werd' ich noch sauer", entfuhr es bei der jüngsten Bauausschusssitzung schließlich Thomas Danzer. Nicht das erste Mal, dass Mitglieder des Stadtrates die Nerven verlieren. Zusätzlich zum Rund-um-die-Uhr-Betrieb sollten eigentlich auch die Schaltzeiten verbessert werden.

Der Hintergrund: Nicht die Stadtverwaltung kann die Schaltzeiten verändern, sondern nur die zuständige Firma mit Sitz in Gera - noch immer hat sie nicht alle Daten einer Verkehrszählung, die die Basis für eine Umstellung ist. "Zuerst ist deren Techniker ewig nicht gekommen und jetzt warten wir auf die Gesamtauswertung der Daten", so Bürgermeister Ritter. Außerdem hätte die Firma warten müssen, da die Verkehrszahlen in der Stadt während der Sperrung der St2104 nicht aussagekräftig gewesen wären.

Gutachten bald fertig - aber wann kommt die Umstellung?

Auch könne man noch nicht sagen, wie lange es letztendlich bis zur Umsetzung dauert - bis die Ampeln also endlich umgeschaltet sind. Die Firma versprach nun, zumindest das Gutachten bis spätestens kommender Woche fertig zu haben. 

Wie bereits wiederholt berichtet, werden die Gesamt-Umlaufzeiten der Ampeln wohl um fünf bis zehn Sekunden verlängert. 75 Sekunden würde die Umlaufzeit dann betragen - also die Zeitspanne, in der an einer Ampel alle Rot- und Grünphasen einmal durchgelaufen sind.

Das Warten an den Ampeln würde sich dadurch verlängern, andererseits könnten während einer Grünphase auch umso mehr Autos eine Kreuzung überqueren oder die Fußgänger bekommen mehr Zeit für das Wechseln der Straßenseite.

xe

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