Presseinformation Stadt Traunreut

Erlebnisausstellung 70 Jahre Stadtgeschichte Traunreut

Traunreut - Vor 70 Jahren, am 1. Oktober 1950, wurde auf dem Gelände der „Heeresmunitionsanstalt St. Georgen“ die Gemeinde Traunreut gegründet.

Die Stadt Traunreut erinnert mit einer Ausstellung im Heimathaus an die wechselvolle Geschichte und die rasante Entwicklung der neuen Kommune, die sich seit der Gründung zur größten Stadt sowie zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Landkreises Traunstein entwickelt hat.


Erster Bürgermeister der Stadt Traunreut, Hans-Peter Dangschat: „Im Rahmen dieser Ausstellung wird die besondere Geschichte unserer noch jungen Heimatstadt sehr anschaulich und faszinierend dargestellt. Hierzu lade ich alle Traunreuterinnen und Traunreuter herzlich ein. Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Johannes Danner, Heimatpfleger und langjähriges Stadtratsmitglied von Traunreut, für sein großes Engagement mit dem er diese Ausstellung ins Leben gerufen und vorbereitet hat.“ 

Den Besucher erwartet ein interessanter Rundgang durch sechs Stationen, die markante Perioden der Stadtgeschichte mit Fotos und Ausstellungsstücken aus dem Traunreuter Museumsdepot dokumentieren. Die erste Station veranschaulicht die Vorgeschichte ab 1938, als mit der Gründung der „Heeresmunitionsanstalt St. Georgen“ die Grundlage für Traunreut gelegt wurde. Die ca. 250 Hektar große Anlage diente der Fertigung von Artilleriegeschossen und der Befüllung und Lagerung von, mit chemischen Kampfstoffen befüllten, Granaten. Neben Bildern aus jener Zeit wird auch ein originaler Schutzanzug gezeigt, der bei der gefährlichen Vernichtung der chemischen Kampfstoffe getragen wurde. Die zweite Abteilung widmet sich der Periode zwischen 1950 und 1960. Nach der Gemeindegründung am 1. Oktober 1950 entstand im St. Georgen Forst eine moderne Musterstadt für ca. 8.000 Menschen. Die ausgestellten Bilder zeigen neben den Wohnungen, die damals entstanden, auch die öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus, Schulen und Geschäfte sowie die neu gestaltete Stadtmitte, mit den beiden modernen Kirchenbauten von 1954. Einrichtungsgegenstände sowie die Ausstattung eines Frisörgeschäfts der 1950er Jahre geben einen Einblick in die Verbesserung der Wohn und Dienstleistungssituation jener Zeit, die in die deutsche Geschichte als „Wirtschaftswunderzeit“ einging.


Die dritte Station beginnt mit der Erhebung der Gemeinde zur Stadt am 1. Oktober 1960 und umfasst die Zeit bis 1978. In diesen Jahren erlebte die Stadt ein enormes Anwachsen der Einwohnerzahl. Lebten 1960 in Traunreut noch 5848 Personen, so wurde bereits 1966 die Marke von 10.000 Einwohnern überschritten. Haushaltsgeräte aus dem Traunreuter Siemenswerk und die nun in jedem Haushalt stehende Unterhaltungselektronik zeigen den Wandel im alltäglichen Leben. Die vierte Abteilung bestimmt die Gebietsreform des Jahres 1978 bis zum Jahr 2002. Mit der Eingemeindung der alten Kommunen Pierling, Stein a. d. Traun und Traunwalchen entwickelte sich Traunreut von einer kleinen Stadtgemeinde mit damals ca. 400 Ha zu einer Flächengemeinde mit ca. 4.500 Ha. An der fünften Station, der den Zeitraum 2002 bis 2020 umfasst, wird deutlich, dass Traunreut auf einen starken sozialen Wandel reagieren muss. Zum einen hat die Stadt 2002 mit über 22.000 Einwohnern seinen bisherigen Höchststand erreicht. Nun nimmt die Einwohnerzahl, bedingt durch den demographischen Wandel, kontinuierlich ab. So fehlen auch Auszubildende. 

An der letzten Station geht es um die Zukunft Traunreuts, die im positiven Sinn als „große Baustelle“ verstanden werden kann. Der Besucher der Ausstellung ist zum Schluss aufgefordert, seine Ideen und Vorstellungen, wie es mit der „Baustelle Traunreut“ weiter gehen könnte, mitzuteilen, denn fertig ist das gemeinsame „Haus Traunreut“ noch lange nicht.

Ausstellung von 2. bis 16. Oktober im Heimathaus Traunreut geöffnet täglich von 15 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bereits ab 13 Uhr; am 3. und 10. Oktober jeweils ab 17 Uhr Filmvorführung historische Traunreut-Filme; Führungen durch die Ausstellung nach Voranmeldung unter Tel. 08669/ 788 678, wochentags 8.30 bis 13 Uhr möglich.

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Rubriklistenbild: © dpa/Jan Woitas

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