Von Traunreut nach Fridolfing

Letzte Flüchtlinge geben Widerstand gegen Umzug auf

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Traunreut - Sie fühlten sich in Traunreut angekommen, nun sollten sie in eine andere Unterkunft: Flüchtlinge aus Afghanistan weigerten sich zuerst gegen ihren Umzug, nun haben sie eingelenkt.

Am Mittwoch wurden insgesamt 19 Asylbewerbern in einer Traunreuter Unterkunft Umzugsaufforderungen übergeben - acht Afghanen verweigerten die Annahme des Schreibens. Als am Donnerstagmorgen schließlich der Bus vor ihrer Türe stand waren es noch drei, die nicht einsteigen wollten und auf der Straße verharrten. Nach Angaben des Landratsamtes gaben schließlich auch sie ihren Widerstand im Laufe des Tages auf. Nun wohnt man in Götzing bei Fridolfing.

Die Gründe für den Unmut sind ganz ähnlich wie auch schon bei den protestierenden senegalesischen Flüchtlingen aus Bergen, die im Juni Schlagzeile machten: Man hat nach der Flucht wieder eine Heimat gefunden und hat Freunde kennengelernt. Aus Sicht der Behörden ist den jungen Männern ein Umzug dagegen zuzutrauen - außerdem quartierte man in die Traunreuter Unterkunft Flüchtlingsfamilien ein.

Angesichts des Falls der protestierenden Flüchtlinge aus Bergen befürchtete Landrat Siegfried Walch bereits im Juni weitere, ähnliche Fälle: "Das Thema Bergen ist erledigt, aber ich bin schon auf den nächsten Fall gespannt", so Walch damals. Wegen der noch immer zu hohen Zahl an Asylbewerberheimen im Landkreis löst man teurere Unterkünfte nach und nach auf

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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