Pressemitteilung EuRegio Salzburg - BGL- TS

Zu Gast beim modernsten Inklusionsbetrieb Bayerns

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In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, den "Oderberger Werkstätten", werden für die Chiemgau-Maßarbeit wichtige Zulieferarbeiten bei der Montage von Lattenrosten erledigt.

Traunreut - Der fünfte grenzüberschreitende Unternehmensbesuch im Rahmen des EuRegio Dialogs 2019 führte kürzlich zur Firma Chiemgau-Maßarbeit gGmbH in Traunreut.

Die Gäste des EuRegio Dialogs erlebten ein junges - gemeinnützig anerkanntes - Inklusionsunternehmen, das Menschen mit und ohne Behinderung qualifizierte Arbeitsplätze in einem ausgewogenen Verhältnis bereit stellt mit zeitgemäßen Leistungen in den Bereichen Metallverarbeitung/Werkzeugbau, Schreinerarbeiten und Garten-/Landschaftsbau.

Bürgermeister Klaus Ritter stellte in seinem Grußwort zunächst die Stadt Traunreut mit ihren über 21.000 Einwohnern vor. Bildung, Wohnungsbau aber auch die Integration von Flüchtlingen und Migranten sind aktuelle Schwerpunkte und Herausforderungen, die auch die Stadt als Wirtschaftsstandort prägen und weiter entwickeln, so Ritter. Mit EuRegio-Geschäftsführer Steffen Rubach begrüßte dann Jens Maceiczyk, Geschäftsführer der Chiemgau-Maßarbeit und der Muttergesellschaft Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten, die Gäste.Mit einer Investition von über vier Millionen Euro in eine neue Halle und neue Maschinen, aber auch mit dem inklusiven Beschäftigungskonzept ist die Chiemgau-Maßarbeit nicht nur modern ausgerüstet, sondern auch politisch richtungsweisend in Bayern, zeigte sich Maceiczyk überzeugt.

Im hochmodernen Werkzeugbau und in der Schreinerei ermöglicht es ein völlig neuer Maschinenpark, qualitativ hochwertige und anspruchsvolle Auftragsarbeiten zu übernehmen. Gemeinsam mit den Bereichsleitern Alfred Biebl (Werkzeugbau/Metall) und Martin Furthmayr (Schreinerei) erlebten die Besucherinnen und Besucher die Produktionsprozesse hautnah. Mit den Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten (CLW) konnten die Wertschöpfungsprozesse um logistische sowie Verpackungsarbeiten erweitert und damit attraktive Aufträge für die Menschen mit Behinderung generiert werden. Um das zu veranschaulichen, führte der Betriebsrundgang weiter in die, in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen "Oderberger Werkstätten", eine Betriebsstätte der CLW, die mit der Chiemgau-Maßarbeit eng zusammenarbeitet.

In seinem Vortrag "Inklusionsmanagement in der Sozialwirtschaft - ein Weg für die Zukunft?" ging Geschäftsführer Maceiczyk insbesondere auf die Herausforderungen eines inklusiven Betriebs ein.Zwar sei man als gemeinnützige GmbH organisiert, so Maceiczyk, trotzdem stehe man aber, wenn auch eingeschränkt, im Wettbewerb, in dem Preis und Qualität stimmen müssten. So bestehen - sofern möglich - unbefristete Arbeitsverträge mit marktüblicher Entlohnung, es werden Menschen mit und ohne Behinderung zu gleichen Teilen beschäftigt und es werden Angebote geschaffen, insbesondere für Menschen mit hohen Vermittlungshemmnissen auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Der abschließende Imbiss bot ausgezeichnete Möglichkeiten die Gedanken, Zielsetzungen und Herausforderungen inklusiver Betriebe weiter mit dem Management der Chiemgau-Maßarbeit aber auch der "Oderberger Werkstätten" zu diskutieren.

Pressemitteilung EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein

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