Plan für große Schwimmbad-Sanierung steht, bis auf ein Detail

Kopfzerbrechen über die Sauberkeit im Kinderbecken

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Das Franz-Haberlander-Bad in Traunreut. 
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Traunreut - Ein neuer Sprungturm, eine Breitwellenrutsche, ein größeres Schwimmerbecken - der Plan für den großen Umbau des Schwimmbads steht. Nur das Kinderplanschbecken sorgte für längere Diskussionen.

Klar, wenn's im Schwimmbad mal eher unhygienisch zugeht, dann im Planschbecken - zum einen natürlich, weil "mal jemand in die Hose macht", wie es Ingenieur Thomas Pickel in der Stadtratssitzung am Montag ausdrückte, aber auch weil umso weniger Wasser im Becken ist und es dementsprechend schneller dreckig wird. Das Kinderplanschbecken sollte nach der Sanierung deshalb möglichst nah am Technikgebäude gebaut werden - doch damit müsste es verlegt werden.

Genaue Vorschriften des Gesundheitsamtes

"Wenn das Kinderbecken bleibt, wo es ist, bräuchten wir ein zweites, separates Technikgebäude für 330.000 Euro", so der Ingenieur - denn: Zwei Minuten darf das Wasser aus dem Planschbecken maximal brauchen um gereinigt zu sein, schreibt das Gesundheitsamt vor. Deshalb sind die kurzen Wege so wichtig.

"Die 330.000 Euro sollten es uns wert sein. Das Kinderbecken muss beim Spielplatz bleiben, das ist doch ein Familienbad", argumentierte Stadträtin Andrea Haselwanter stellvertretend für viele ihrer Kollegen. Das neue Technikgebäude kommt nämlich nahe zum Eingang und dort wollten viele Stadträte das Planschbecken nicht sehen.

Die Ingenieure sollen sich dem Planschbecken-Problem nun nochmal annehmen, um trotzdem auf ein zweites Technikgebäude verzichten zu können - zum Beispiel durch einen verbesserten Filter oder einer stärkeren Pumpe. Alles andere ist für die Schwimmbad-Sanierung dagegen fix:

  • Das Schwimmerbecken wird um zwei Bahnen verbreitert
  • Eine separate Sprungturmanlage
  • Eine Breitwellenrutsche bis zu 25 Meter lang

Die ersten Arbeiten beginnen im Frühjahr 2019 mit dem Bau des Technikgebäudes. Das Baden soll dadurch nicht beeinträchtigt werden. Nach der Badesaison 2019 wird dann an den Becken gearbeitet, so dass im Frühjahr 2020 - vielleicht mit kurzer Verzögerung - wie gewohnt wieder geöffnet werden kann

xe

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