Bürgerentscheid war eigentlich noch dagegen

Bücherei-Neubau: Grundstück scheint gefunden

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Das sogenannte Marcello-Grundstück an der Eichendorffstraße südlich vom K1 wurde vom Hauptausschuss für den Bücherei-Neubau favorisiert. Entscheiden wird der Stadtrat am kommenden Donnerstag.
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Traunreut - Der Neubau der Bücherei nimmt konkretere Formen an: Nun wurden Vorentscheidungen zum Standort und zur Finanzierung getroffen - und was in das Gebäude außerdem kommen soll.

Mit einer knappen Mehrheit von 6:5 Stimmen sprach sich der Hauptausschuss am Donnerstag dafür aus, dass die Bücherei an der Eichendorffstraße neu gebaut werden soll. Das freie, sogenannte Marcello-Grundstück liegt südlich vom K1 und neben dem Schuhgeschäft Wagner. Außerdem war sich der Hauptausschuss einig, dass in den Obergeschoßen Wohnungen - und keine Büros - entstehen sollen.

Investor soll bauen, nicht die Stadt selbst

Als Bauplatz diskutierte man auch das Grundstück der "Alten Feuerwache" an der Munastraße nördlich dem K1. Hier wären der Stadt aber noch lange Verhandlungen mit dem benachbarten Roten Kreuz ins Haus gestanden, auch die Freiflächen würden an der Munastraße kleiner ausfallen. Eine Tiefgarage unter der Bibliothek müsste die Stadt aber in beiden Fällen bauen, alleine schon wegen den geplanten Wohnungen in den oberen Stockwerken.

Noch ist die Bücherei am Rathausplatz zuhause. 

Die dritte Frage war, ob die Stadt die Bibliothek aus eigener Tasche finanzieren soll oder durch einen Investor. Mit den Gegenstimmen von Christian Stoib, Herbert Kusstatscher und Michael Elsen stimmte der Hauptausschuss für eine Finanzierung durch einen Investor. "Wenn ein Investor baut werden die Wohnungen drüber wieder unbezahlbar", so die Befürchtung von Stoib. Die Stadt soll die Bücherei-Räume dann kaufen oder sich einmieten. 

Bücherei-Neubau 2013 von Bürgern eigentlich abgelehnt

Der Stadtrat wird am kommenden Donnerstag endgültig über all die Fragen bestimmen. "Für uns zählt nach wie vor der Bürgerentscheid. Wir lehnen beide Grundstücke ab", meinte dagegen Konrad Unterstein. 2013 wurde ein Bücherei-Neubau von fast 72 Prozent der Traunreuter abgelehnt. Bürgerentscheide sind für die Kommunalpolitik aber nur ein Jahr lang bindend, außerdem stand 2013 ein Neubau durch die Stadt selbst zur Debatte - nicht durch einen Investor. Nachdem die Pläne, sich mit der neuen Bücherei in die leere Trauna-Passage einzumieten, scheiterten, entschied sich der Stadtrat im vorigen Oktober dann aber doch für den Neubau.

Dass die Bebauung an der Eichendorffstraße überhaupt möglich ist, liegt auch am geplatzten Investoren-Großprojekt zum "Muna-Park". Auf dem Areal hätten viele neue Wohnungen, Geschäfte, ein Aldi-Neubau und ein Hotel entstehen sollen - doch daraus wurde bekanntlich nichts. Investor und Stadt hatten letztlich unterschiedliche Vorstellungen

xe

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