Erster Bürgermeister der Stadt Traunreut

Grußwort zu Weihnachten 2020 und zum Jahreswechsel 2020/2021 von Hans-Peter Dangschat

Traunreuts Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat
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Traunreuts Erster Bürgermeister Hans-Peter Dangschat

Traunreut - Anlässlich der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage und des Jahresendes 2020 wendet sich Traunreuts Erster Bürgermeisters Hans-Peter Dangschat an die Bevölkerung.

Das Grußwort zu Weihnachten und zu Jahreswechsel im Wortlaut:

Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Traunreut, wer hätte sich an Weihnachten oder Silvester im vergangenen Jahr vorstellen können, wie das Jahr 2020 werden wird? Ich glaube, dass unser aller Vorstellungskraft nicht ausreichen konnte, das aktuelle Geschehen, das durch die Corona-Pandemie begründet ist, zu erahnen - weder für uns in Traunreut, noch für die Menschen über alle Kontinente und Länder hinweg.

Nicht nur die Haushalte des Bundes und der Länder werden durch die Notwendigkeiten, die die Corona-Pandemie verursacht, schwer belastet. Auch die Haushalte der Kommunen kommen in starke Bedrängnis. So haben auch wir uns im Stadtratsgremium und in der Stadtverwaltung der Stadt Traunreut Gedanken machen müssen: „Wie gehen wir zum Wohle der Stadtgemeinde und aller städtischen Einrichtungen vor, damit wir die Krise gemeinsam meistern“ Ich habe deshalb vor wenigen Wochen eine Finanzklausurtagung mit den Stadträtinnen und Stadträten und den leitenden Mitarbeitenden der Stadtverwaltung einberufen. So konnten Einschätzungen und Vorschläge aller Fraktionen und Gremien gewonnen werden. Es war mir sehr wichtig, ein möglichst breites Meinungsbild entstehen zu lassen. Alle Fraktionen und Gruppen, die SIE liebe Bürgerinnen und Bürger vertreten, sollten zu Wort kommen. Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse werden in die notwendigen Entscheidungen einfließen. Das bedeutendste Ziel ist es, dauerhaft die kommunalen Finanzen zu sichern und die Leistungsfähigkeit der kommunalen Daseinsvorsorge zu erhalten.

Seit Mai dieses Jahres haben Sie mich in das Amt des Ersten Bürgermeisters der Stadt Traunreut gewählt mit einem überwältigenden Wahlergebnis. Für dieses große Vertrauen, das Sie mir dadurch ausgesprochen haben, möchte ich mich an dieser Stelle nochmal ausdrücklich bedanken. Ich hatte versprochen, dass ich einen neuen Stil in der Zusammenarbeit mit dem Stadtrat, den Fraktionen und Gruppen, den Gremien und der Stadtverwaltung etablieren werde. Heute kann ich Ihnen berichten: Das ist gelungen!

Gerade an den Finanzklausurtagen hat sich gezeigt, wie wohltuend und erfolgversprechend diese Zusammenarbeit stattfindet. Sie ist geprägt von einem respektvollen, freundlichen Umgang miteinander und einer ausgewogenen, offenen Kommunikation.

Leider schränkt die Corona-Pandemie die Möglichkeiten zu umfangreicheren persönlichen Treffen stark ein. Viele Veranstaltungen im Jahreslauf mussten abgesagt werden. Gerne hätte ich die Möglichkeiten zum Beispiel bei einem Stadtfest, beim Weihnachtsmarkt oder einer kulturellen Veranstaltung genutzt, mit Ihnen liebe Bürgerinnen und Bürger, persönlich ins Gespräch zu kommen.

Eine weitere Gelegenheit dafür hätte die jährliche Bürgerversammlung sein können. Ich hatte beabsichtigt, sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen jeweils eine Versammlung anzubieten. Zuletzt mussten die bereits vorgesehenen Termine aufgrund des Pandemiegeschehens ebenfalls abgesagt werden. Es freut mich sehr, dass es gelungen ist, erstmals eine virtuelle Bürgerversammlung zu veranstalten. Gerne habe ich dabei die Gelegenheit genutzt, Sie über verschiedene Projekte zu informieren. Viele von Ihnen nutzten die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme über die verschiedensten Kanäle wie zum Beispiel über unsere Homepage, über Facebook, über Youtoube, per E-Mail oder handschriftlich ausgefüllter Karte. Sehr viele Fragen und Anliegen durfte ich auf diesem Weg beantworten. Ich war erstaunt darüber, wie viele Bürgerinnen und Bürger an dieser ersten virtuellen Bürgerversammlung teilgenommen haben. Das außerordentlich positive Feedback so vieler hat mich sehr bestätigt.

In der Stadtverwaltung und in der Zusammenarbeit mit Regierungsstellen, dem Landratsamt und weiteren Behörden, mit Firmen und Geschäftspartnern unserer Kommune musste die Kommunikation von größeren Präsenzmeetings auf Videokonferenzen und Telefonkonferenzen umgestellt werden. Es mussten und müssen auf diese Weise gesundheitliche Gefährdungen aufgrund der Pandemie reduziert oder ausgeschlossen werden. Wichtig ist, dass wir jederzeit handlungsfähig bleiben im Interesse aller Bürgerinnen und Bürgern. Hier hilft die moderne digitalisierte Vernetzung sehr. Auch wenn das Rathaus leider bis auf Weiteres aufgrund der Pandemievorschriften für Besucher geschlossen bleiben muss, können die digitalen Wege von Ihnen liebe Bürgerinnen und Bürger genutzt werden. Alle Mitarbeitenden sind für Sie auch telefonisch erreichbar.

Besonders bedauerlich empfinde ich es, dass durch die notwendige Absage des Ehrenamtsabends keine Möglichkeit bestand, persönlich all jenen von Ihnen ausdrücklich zu danken, die sich mit großem persönlichem Einsatz für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt haben. Ich meine hier nicht nur die sogenannten Blaulichtorganisationen, die zweifellos häufig extrem gefordert werden und Großartiges leisten. Ich meine auch alle Menschen, die sich in Vereinen und Gremien einbringen und ganz besonders diejenigen, die sich selbstlos um ihre Mitmenschen sorgen. Viele von Ihnen pflegen Angehörige, kümmern sich um Alleinstehende, um Senioren, um Nachbarn, um Jugendliche oder Kinder.

Viele bilden Helferkreise für Probleme, die sich aus der Corona-Pandemie ergeben. Ihnen allen zolle ich außerordentlich großen Respekt. HABEN SIE ALLE GANZ HERZLICHEN DANK für Ihren Einsatz und Ihr Engagement.

Ich möchte aber den Blick auch auf die Firmen, die Handwerksbetriebe, den Handel, die Dienstleister und ganz besonders auf die Gastronomie richten. Diese sind von enormer Bedeutung für die gesamte Stadtgemeinde. Sie sichern die Arbeitsplätze, die Versorgung, auch die Entsorgung und tragen ganz außerordentlich zu Ihrem und unser aller Wohlergehen bei. Am stärksten gebeutelt und betroffen sind derzeit die Gastronomiebetriebe, denen ich ganz besonders Mut zum Durchhalten zusprechen möchte.

Ihnen allen herzlichen Dank für die Verantwortung, die Sie auch in diesem Jahr übernommen und getragen haben.

Den Pfarrern und Pfarrgemeinden danke ich für die Unterstützung und Umsetzung der notwendigen Hygieneregelungen, sodass die Kirchen für Gottesdienste, Taufen, Trauungen und nicht zuletzt auch für Trauerfeiern und Bestattungen geöffnet bleiben konnten im Jahreslauf.

Danken möchte ich auch allen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe für den ausdauernden und engagierten Einsatz gerade in diesem besonderen Jahr.

Herausforderungen mit einem so komplexen Ausmaß, wie wir es derzeit erleben, kann man nicht alleine schultern. Ich möchte deshalb an Sie alle einen Appell richten: Lassen Sie uns alle große Achtsamkeit entwickeln für einander. Zusammenhalt untereinander ist eine der größten Stärken, wie wir aufbieten können. Ich persönlich bin der Überzeugung, dass gerade wir Traunreuterinnen und Traunreuter geübt sind darin, alle einander anzunehmen und zu helfen. Das haben schon die Generationen vor uns so gehalten und es wird sich auch in dieser Zeit wieder bewähren, wenn wir Mut beweisen.

In jeder Krise liegt auch eine große Chance. Sie lässt uns erkennen: Die Dinge im Leben, die wir als besonders schön in Erinnerung behalten, beschränken sich am wenigsten auf materielle Werte! Diese Dinge haben damit zu tun, dass wir uns in unserem Umfeld wohlfühlen durften und dass wir füreinander sorgen konnten, jeder an seinem Platz. Ich bin sicher, dass wir im Laufe des neuen Jahres feststellen werden, dass wir - alle zusammen - durch die Coronakrise gewachsen sind. Ja, dass wir sogar gestärkt worden sind im Hinblick auf unseren Gemeinsinn und unser Wohlwollen füreinander. Ich möchte Sie alle ermuntern diesen Zusammenhalt gerade jetzt zu fördern, denn der Weihnachtsfriede fängt in den Herzen derer an, die guten Willens sind. Ich bin überzeugt, dass wir in einigen Jahren auf dieses außergewöhnliche Jahr 2020 mit Stolz zurückschauen können. Wir werden dann bewiesen haben, dass wir eine Stadtgemeinde sind, wo man aufeinander vertrauen darf und jeder sich auf den anderen verlassen kann.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein friedvolles und schönes Weihnachtsfest und einen gemütlichen Jahreswechsel.

Pressemitteilung der Stadt Traunreut

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