Auch 2. und 3. Bürgermeister jetzt gewählt

Dangschat als Bürgermeister vereidigt: Er verspricht einen neuen Stil

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Hans-Peter Dangschat bei der Vereidigung zum neuen Bürgermeister von Traunreut. Den Amtseid nahm Alfred Wildmann (rechts), als ältestes Mitglied des Stadtrates, ab.

Traunreut - „So wahr mir Gott helfe“: Der neugewählte 1. Bürgermeister der Stadt Traunreut, Hans-Peter Dangschat (CSU), sowie seine beiden Stellvertreter und die zwölf neuen Stadträte wurden am Montag vereidigt.

Die konstituierende Sitzung im Saal des k1, in dem der coronabedingt gebotene Abstand auch gut eingehalten werden konnte, verlief flott, zügig und ohne größere Diskussion. Deshalb entfällt auch die für den morgigen Donnerstag angekündigte zusätzliche Stadtratssitzung. Das Rennen um die Wahl des 2. Bürgermeisters gewann Reinhold Schroll (CSU). Zum 3. Bürgermeister wurde Johannes Danner (Bürgerliste) gewählt. Die bisherige 3. Bürgermeisterin Gerti Winkels hatte auf eine Wiederwahl verzichtet. 


Dangschat will neuen Stil im Stadtrat pflegen

Alfred Wildmann (69) von den Freien Wählern nahm als ältestes Mitglied des Stadtrats Hans-Peter Dangschat den Amtseid ab. Dieser schwor eine gewissenhafte Erfüllung seiner Amtspflichten. In seiner Auftaktrede sprach sich Dangschat für Offenheit, Transparenz und Miteinander aus. Diesen Dreiklang gelte es sowohl mit dem Stadtrat, der Verwaltung und im Umgang mit den Bürgern zu wahren, sagte er. Mit regelmäßigen Klausurtagungen, sowie einer frühzeitigen Zustellung der Beschlussvorlagen und einem offenen Zugang zu allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, möchte Dangschat dem Gremium bestmögliche Bedingungen verschaffen. 

Mehr Ortstermine, besonders in Verkehrsfragen, den Dialog zu den Bürgern zu verstärken, in dem die Bürgerversammlungen künftig wieder in drei Ortsteilen (Traunreut, Traunwalchen, Stein an der Traun) stattfinden sollen, hat sich das neue Stadtoberhaupt ebenso auf seine Fahnen geheftet, wie die Stärkung der Rechte der Referenten. Eine klare Vorstellung hat Dangschat auch, gewisse Aufgaben an seine Stellvertreter zu übertragen: „Ich möchte meine Stellvertreter mehr mit einbinden und die Aufgaben verteilen.“ Abschließend appellierte er an das 30-köpfige Kollegium, den Ruf des Gremiums, um den es in letzter Zeit nicht immer gut bestellt war, zu wahren und miteinander achtsam umzugehen. 


CSU stellt mit Schroll auch Dangschats Stellvertreter

Die Bürgermeisterstellvertreter wurden in geheimer Wahl gewählt. Als Vertreter der CSU und größten Fraktion, schlug Bernhard Seitlinger Reinhold Schroll vor. Schroll genieße als langjähriger Stadtrat und als Fraktionsvorsitzender der CSU unter den Stadtratskollegen eine große Anerkennung und habe sich in den vergangenen Jahren auch Verwaltungstechnisch viel angeeignet, sagte Seitlinger. Aber auch die Freien Wählen meldeten als zweitstärkste Fraktion ihren Anspruch auf den Bürgermeisterstellvertreter an. Matthias Bauregger schlug den Fraktionssprecher Konrad Unterstein vor. Unterstützung bekamen die Freien Wähler von der neuen Gruppierung L!Z , die neben der AfD und der Bayernpartei neu in den Stadtrat eingezogen ist. 

Unterstein unterliegt zwei Mal

Andreas Füssel (AfD) vertrat die Meinung, dass durch einen Bürgermeister-Stellvertreter einer anderen Partei die Gemeinsamkeit gestärkt und Kuppeleien vermieden werden könnten. Dr. Jürgen Winter und Michael Mollner (L!Z) unterstützten ebenfalls den Vorschlag, einen Bürgermeister-Stellvertreter aus den Reihen der Freien Wähler stellen. Von den 31 abgegebenen Stimmen entfielen 18 Stimmen auf Reinhold Schroll und 13 auf Konrad Unterstein. Letzterer wurde auch als Kandidat für den 3. Bürgermeister vorgeschlagen musste sich aber Johannes Danner von der Bürgerliste geschlagen geben. Danner erhielt 18 Stimmen und Unterstein neun Stimmen. Als weitere Kandidatin erhielt Helga Zembsch von den Grünen vier Stimmen. 

Sitzungsbeginn wird nicht nach hinten verschoben

Neben der Benennung der Fraktionsvorsitzenden und Gruppensprecher und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter sowie der Bestellung der Referenten, musste auch die Geschäftsordnung für den Stadtrat festgelegt werden. Hierzu gab es bereits einen ersten Antrag. Dr. Jürgen Winter (L!Z) regte an, den Beginn der Sitzungen, die in der Regel um 16 Uhr beginnen, um eine Stunde auf 17 Uhr nach hinten zu verschieben. Winter begründete seinen Antrag damit, dass 16 Uhr für berufstätige Stadträte aber auch für etwaige Sitzungsbesucher zu früh sei. Der Antrag wurde jedoch mit 26:5 Stimmen abgelehnt. 

Bürgermeister Dangschat hatte darauf hingewiesen, dass eine Verschiebung des Sitzungsbeginns auch wegen der Teilnahme der Vertreter der Verwaltung an den Sitzungen schwierig würde. Reinhold Schroll erinnerte daran, dass die Sitzungen des Kreistags schon vormittags beginnen: „Wir sollten es bei 16 Uhr belassen. Die Sitzungen dauern ohnehin oft bis 20 Uhr“, so Schroll. 

Die neuen Fraktionsvorsitzenden

Einstimmig abgesegnet wurden die künftigen Fraktionsvorsitzenden und Gruppensprecher: Fraktionssprecher der Bürgerliste ist Josef Winkler, Stellvertreter ist Roger Gorzel. Für die CSU übernimmt Bernhard Seitlinger den Vorsitz, Andrea Haslwanter ist seine Stellvertreterin. Den Vorsitz bei den Grünen übernimmt Martin Czepan (Stellvertreterin Helga Zembsch) und bei den Freien Wählern Konrad Unterstein (Stellvertreter Matthias Bauregger). Oliver Krogloth ist Sprecher der AfD (Stellvertreter Andreas Füssel) und Markus Schupfner vertritt die Bayernpartei als Sprecher (Stellvertreter Stephan Mirbeth). Michael Mollner ist Sprecher der L!Z (Stellvertreter Dr. Jürgen Winter) und Christian Stoib vertritt die SPD (Stellvertreterin Gerti Winkels). 

Die Zusammensetzung der Ausschüsse

Die Sitzverteilung für den Bau-, Haupt-, Kultur-, Verkehrs- und den Werkausschuss wurde wie folgt festgelegt: CSU drei Sitze, FW 2 Sitze, Grüne, LIZ, SPD, Bayernpartei und Bürgerliste je einen Sitz. 

Im Rechnungsprüfungsausschuss hat die CSU zwei Sitze, die Bürgerliste, Freien Wähler, Grüne, L!Z und SPD je einen Sitz. 

Im Bauausschuss sitzen künftig: Josef Winkler, Markus Schupfner, Johann Jobst, Günther Dorfhuber, Alexander Gruber, Veronika Lauber, Paul Obermeier, Adolf Trenker, Michael Mollner und Christian Stoib. Für die genannten Personen wurden auch jeweils ein erster und ein zweiter Stellvertreter benannt. Den Hauptausschuss vertreten Johannes Danner, Stephan Mirbeth, Bernhard Seitlinger, Hans Kneffel, Andrea Haslwanter, Helga Zembsch, Konrad Unterstein, Matthias Bauregger, Michael Mollner und Christian Stoib sowie die jeweiligen Stellvertreter. 

Im erweiterten Ausschuss für Verkehr und Mobilität sitzen Roger Gorzel, Stephan Mirbeth, Simon Bauer, Matthias Bauregger, Paul Obermeier, Dr. Jürgen Winter, Gerti Winkels, Bernhard Seitlinger, Alexander Gruber und Reinhold Schroll. Auch hier wurden jeweils zwei Stellvertreter benannt.

Den Kulturausschuss mit ebenfalls jeweils zwei Stellvertreter vertreten Josef Winkler, Markus Schupfner, Helga Zembsch, Konrad Unterstein, Alfred Wildmann, Dr. Jürgen Winter, Christian Stoib, Stephanie Gampert-Straßhofer, Angelika Zunhammer und Johann Jobst. 

Der Werkausschuss (ebenfalls zwei Stellvertreter) besteht aus Josef Winkler, Markus Schupfner, Martin Czepan, Adolf Trenker, Alfred Wildmann, Dr. Jürgen Winter, Gerti Winkels, Hans Kneffel, Günther Dorfhuber und Ingo Plontsch. 

In den Rechnungsprüfungsausschuss wurden Johannes Danner, Stephan Mirbeth, Simon Bauer, Michael Mollner, Gerti Winkels, Andrea Haslwanter und Matthias Bauregger. Bauregger wurde als bisheriger Vorsitzender des Rechnungsprüfungsamtes einstimmig wieder gewählt. Seine Stellvertreterin ist Andrea Haslwanter. 

ga

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