Vor dem City-Haus

Stadt will Kreisverkehr und neue Bäume im Traunreuter Zentrum

+
  • schließen

Traunreut - Etwas mehr Grün zwischen Rathaus und City-Haus und ein Kreisverkehr statt einer Ampel - das sind die Pläne zum Umbau der Kantstraße. 

Die Kantstraße in Traunreut wird umgebaut und in diesem Zug wird auch die Kreuzung zur Eichendorffstraße vor dem City-Haus neu geplant. Der Stadtrat hat am Donnerstag nach langer Diskussion dafür gestimmt, dass statt der Kreuzung und der Ampel dort künftig ein Kreisverkehr gebaut werden soll. Davor - zwischen Rathausplatz und City-Haus - soll eine sogenannte Mittelinsel die Straße trennen. Darauf sollen vier Bäume gepflanzt werden.

Deutliche Mehrheit für Mini-Kreisel

Der Kreisverkehr soll ein Mini-Kreisel mit überfahrbarer Mittelinsel werden, damit beispielsweise Lastwagen keine Probleme bekommen. Andres Bergmann von der Münchner Verkehrsplanungsgesellschaft Stadt-Land-Verkehr sprach sich in der Sitzung immer wieder für den Kreisverkehr aus:Er würde den Verkehr verlangsamen und weniger Platz brauchen als die große Kreuzung. Im Bauausschuss wurde der Kreisverkehr noch knapp abgelehnt.

Es gab aber auch kritische Stimmen, acht der 27 Stadträte stimmten gegen den Kreisverkehr. Auch die Polizei ist nicht begeistert: "Die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Einmündung Kantstraße/Eichendorffstraße wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verschlechterung in Bezug auf die Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmer führen" - vor allem Senioren oder Fußgänger mit Handicap seien hier betroffen. 

Die Bushaltestellen bleiben wo sie sind

Ein weiterer Vorschlag des Verkehrsplaners Bergmann war, die Busbuchten aufzulösen und dafür die Busse auf der Straße bzw. am Bahnhof halten zu lassen. Doch hier war nicht nur der RVO, sondern auch alle Stadträte bis auf vier dagegen: "Die Haltstelle 'Traunreut Kirche' ist der Dreh- und Angelpunkt für den ÖPNV in Traunreut. Man hat an beiden Haltestellen Wartezeiten um Anschlüsse in beide Fahrtrichtungen herzustellen. Auch werden hier Ruhepausen eingelegt. Die Haltestelle wird von acht Buslinien genutzt", so der RVO.

Allerdings hat auch das Staatliche Bauamt noch ein Wörtchen mitzureden, denn die Kantstraße ist eine Staatsstraße. Wenn die Traunreuter Osttangente einmal gebaut ist, soll die Kantstraße dagegen zur Gemeindestraße herabgestuft werden, für die nur noch die Stadt zuständig ist. 

xe

Zurück zur Übersicht: Traunreut

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT