Termin für eine mögliche Gründungsversammlung festgelegt

Neuer Verband soll Traunreuter Sportvereinen helfen

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Ein neuer Verband soll Traunreuter Sportvereinen helfen.

Traunreut - Für gegenseitige Unterstützung und eine bessere Zusammenarbeit der Sportvereine soll ein Verband gegründet werden. Ein Termin für eine mögliche Gründungsversammlung steht bereits.

Unsere Gesellschaft, Sport und Vereine befinden sich im ständigen Wechsel. Um diesem Veränderungsprozess Stand zu halten, muss dieser weiterentwickelt und angepasst werden. Vor allem Sportvereine brauchen in vielen Bereichen aktive Hilfe, denn: „Die Herausforderungen der Sportvereine sind groß und werden größer“, sagte Sportreferent Hans-Peter Dangschat (CSU) in der Hauptausschusssitzung. 

Deshalb soll jetzt in Traunreut ein Sportförderverband gegründet werden. Erklärtes Ziel ist es, dass sich die über 30 Sportvereine im Stadtgebiet als Zusammenschluss gegenseitig unterstützen. Nach Angaben von Dangschat, seines Zeichens auch 2. Bürgermeister der Stadt Traunreut, sei die Installierung eines Sportförderverbandes mit der städtischen Kämmerei und einigen Sportvereinen bereits vorbesprochen worden. Über einen solchen Verband werde schon seit geraumer Zeit nachgedacht. 

Dangschat nannte auch schon einen Termin für eine mögliche Gründungsversammlung: Diese soll am Montag, den 25. März, im Vereinsheim der Matzinger Schützen im Rahmen der Sitzung des Sportbeirates stattfinden.  Dazu sollen alle 30 Sportvereine zusätzlich noch schriftlich eingeladen werden. Sollten sich die Vereine auf einen Förderverband einigen, hofft Dangschat, dass sich auch Kandidaten für eine Vorstandschaft finden. 

Einen auf die Traunreuter Sportvereine zugeschnittenen Satzungsentwurf hat der Sportreferent bereits ausgearbeitet. Demzufolge sollte der Verein mit Sitz in Traunreut den Namen "Sportförderverein Traunreut e.V." tragen. Zu wählen wären ein 1. und 2. Vorsitzender, ein Schatzmeister sowie bis zu sieben Beisitzer. Mitglied könnte jeder gemeinnützige Sportverein im Stadtgebiet werden. Sollten sich die Vereine auf einen Sportförderverband einigen, wäre dieser zunächst nur eine Weiterentwicklung des Sportbeirats, quasi ein Sportbeirat mit mehr Rechten, erklärte Dangschat. Die Vereine erhalten die Möglichkeit etwa bei der Verteilung von Zuschüssen mitzuentscheiden. 

Als Sportreferent würde er dann nicht mehr dem Sportbeirat vorsitzen, sondern vier Vertretern des Sports. Weiterer Vorteil dieses Verbandes wäre, dass er die Vereine auch praktisch unterstützen könnten, eben mit einem Geschäftsführer, Buchhaltung oder solchen Dingen. Der Verband wäre aber kein Dachverband der über den Vereinen stehe, sondern einfachnur ein Sportbeirat der mehr Möglichkeiten habe. 

Weiter betonte Dangschat, dass man mit diesem Instrument die größeren und kleineren Probleme der Sportvereine einfacher in den Griff bekommen könnte. Am Beispiel des größten Sportvereins im Stadtgebiet, dem TuS Traunreut, der bekanntlich vor großen Problemen steht, stellte er heraus: „Rechtlich hat die Stadt nicht die Möglichkeit, dem TuS Traunreut 100.000 Euro vor die Füße zu schmeißen.“ Insofern wäre ein Förderverein, der auch überregional gefördert werde, wohl das einzige Instrument, ohne Probleme zu bekommen. 

„Nur so könnten wir den Sportvereinen gezielt helfen“, erklärte Dangschat. In der Praxis würde das so aussehen,dass der Förderverein für die jeweilige Maßnahme bei der Stadt einen Zuschuss-Antrag einreicht. Ob und in welcher Höhe die jeweilige Maßnahme gefördert wird, würde dann der Stadtrat entscheiden. 

Was sind die konkreten Ziele? 

Mehr Mitbestimmung und eine engere Zusammenarbeit, aktive,kontrollierte Hilfeleistungen in rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen, wären die Hauptziele. So könnte zum Beispiel ein Dienstleister oder Geschäftsführer beauftragt werden, der gemeinsam für die Vereine die Steuergeschäfte abwickle. Nach Angaben von Bürgermeister Klaus Ritter würde der Verband, sofern er gegründet werde, von der Stadt eine Anschub-Finanzierung erhalten. 

Er betonte aber auch, dass sich der Verein selber organisieren müsste. Auf Anfrage von Johannes Danner (Bürgerliste) versicherte Ritter, dass der städtische Zuschuss für die Erwachsenen- und Jugendförderung – die Stadt schüttet jährlich 40.000 Euro für die Vereine aus – unberührt bliebe. Sollte sich der Förderverein für die Sportvereine bewähren, könnte darüber nachgedacht werden, so einen Verbandskopf auf alle städtischen Vereine auszudehnen.

Vom Hauptausschussgremium wurde die Idee grundsätzlich begrüßt. Es gab aber auch kritische Stimmen. So bezweifelte Ernst Ziegler (SPD), dass sich die Stadt, sofern sie sich auch an den Liegenschaften der Vereine beteiligen müsste, das auch leisten kann. „Ich habe große Bedenken, ob der finanzielle Rahmen auch ausreicht“, sagte Ziegler. Auch Reinhold Schroll (CSU) und Matthias Bauregger (FW) hatten Zweifel bei der Verteilung der Geldtöpfe.

ga

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