Große Freude über neuen Waldkindergarten, aber:

Reicht eine Schaufel oder braucht's ein Dixi-Klo?

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Traunreut - Ein Waldkindergarten ist ein Novum in der Stadt - dementsprechend groß ist die Unterstützung aus dem Stadtrat: doch alle Fragen konnten noch nicht geklärt werden.

Cornelia Streitwieser rechnet mit großer Nachfrage: "Mit 20 Kindern werden wir starten, aber über die Zeit werden es sicherlich mehr. Zum Beispiel in Siegsdorf hatte der Waldkindergarten nach drei Jahren 50 Kinder", so die künftige Kindergartenleiterin der Integrative Sozialpädagogische Gruppenarbeit. Am Mittwoch stellte sie dem Bauausschuss das Konzept vor. Der Kindergarten wird am Ende der Hofer Straße entstehen. Gestartet wird, wenn alles glatt läuft, im August 2018. Geplant ist eine Kinderbeteruung bis 16 Uhr. 

Nur der Wald und ein Bauwagen

Das einzige Dach, das Personal und Kinder dann über dem Kopf haben werden, stammt von einem beheizten Bauwagen, den man für 3000 Euro angeschafft hat. "Die Kinder entwickeln im Waldkindergarten ein positives Verhältnis zur Natur und erfahren den Wald als etwas Einmaliges, was man schützen muss", so Streitwieser. Dementsprechend wird in Waldkindergärten auch die meiste Zeit draußen verbracht, bei schlechtem Wetter steht der Bauwagen zur Verfügung.

Auch mit den Jägern hat Streitwieser längst gesprochen: "Die unterstützen uns auch. Aber Kleinkinder bewegen sich in der Regeln nicht weit vom Haus weg, bleiben in der Nähe. Wichtig ist aber, dass der Förster regelmäßig die Bäume in unserem Bereich kontrolliert." Bei Unfällen haftet der Kindergarten. 

Wo geht man aufs Klo?

Neugierig waren die Bauausschussmitglieder, wie man im Waldkindergarten sein Geschäft verrichtet: "Eigentlich reicht eine Schaufel, als wäre man am Berg", so Streitwieser. Bürgermeister Ritter wäre ein Dixie-Klo dann aber doch lieber - viele der Ausschussmitglieder gaben ihm recht, andere, wie Helga Zembsch fanden aber die "die Idee mit der Schaufel gar nicht schlecht". Oder läuft es so, wie Sepp Winkler es vermutet: "Ich finde, das soll der Kindergarten selbst entscheiden. Aber spätestens, wenn der Boden gefriert, müssen Alternativen gesucht werden."

Einstimmig wurde dem Waldkindergarten zugestimmt.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa Martin Schutt

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