Neues Umspannwerk in Traunreut in Betrieb

Mehr Strom für den Landkreis Traunstein

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Am Startknopf von links: Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter, Bayernwerk-Technikvorstand Dr. Egon Westphal, und stellvertretender Landrat Josef Konhäuser.

Traunreut - Das neue Umspannwerk des Bayernwerks ist am Montag offiziell in Betrieb gegangen. Rund neun Millionen Euro sind in die Anlage investiert worden.

Mit Gesamtkosten in Höhe von rund neun Millionen Euro hat die Bayernwerk Netz GmbH das Traunreuter Umspannwerk und die umliegende Netzinfrastruktur erneuert. Die Modernisierung des Netzknotenpunktes dauerte über mehrere Jahre.

Mit dem Umbau hat das Unternehmen dringend notwendige Netzkapazitäten für die Stromversorgung und die die Einspeisung Erneuerbarer Energie aus dezentralen Erzeugungsanlagen geschaffen. Nun hat das Bayernwerk das Umspannwerk offiziell in Betrieb genommen. Gemeinsam mit dem Traunreuter Bürgermeister Klaus Ritter hat der Technische Vorstand des Bayernwerks, Egon Westphal, das Umspannwerk Traunreut offiziell in Betrieb genommen.

Umspannwerke stellen den Verknüpfungspunkt zwischen den Netzebenen dar. Das Umspannwerk Traunreut verbindet das 20-kV-Mittelspannungs- mit dem 110-kV-Hochspannungsnetz. Ein erhöhter Strombedarf in der Region und die wachsende Zahl dezentraler Energieanlagen erforderten deutlich mehr Kapazität des Umspannwerks. Das Umspannwerk versorgt die nördlichen Gebiete des Landkreises Traunstein.

"In den vergangenen Jahren haben wir im gesamten Bayernwerk-Netz eine wahre EEG-bedingte Umspannwerksoffensive gestartet, um Kapazitäten zwischen den Netzebenen zu erhöhen", erklärte Egon Westphal. Der Zuwachs an regenerativer Einspeisung erfordere einen deutlichen Anstieg an Umspannwerken. "Wenn die regenerativen Anlagen mehr Strom erzeugen, als vor Ort verbraucht wird, müssen wir diesen Überschuss auf höhere Netzebenen transformieren und dort überregional verteilen. Dazu brauchen wir Umspannwerke", sagte der Technikvorstand.

Einer der neuen Transformatoren des Umspannwerkes Traunreut.

Früher habe man Strom nur in eine Richtung vom Kraftwerk zum Verbraucher transportiert. Mit dem Wandel des Energiesystems werden Verbraucher immer mehr zu Erzeugern. 270.000 dezentrale, regenerative Anlagen mit einer Leistung von zwölf Großkraftwerken speisen heute in das Netz des Bayernwerks ein. Es gelte nun, den Strom im lokalen Umfeld aufzunehmen und in ein stabiles Gesamtsystem einzubinden. "Über das Jahr hinweg versorgen wir die rund sechs Millionen Kunden im Bayernwerk-Netz im Schnitt zu 60 Prozent mit Erneuerbarer Energie, an rund 400 Stunden im Jahr sogar zu 100 Prozent", sagte Egon Westphal.

In den an das Traunreuter Umspannwerk angeschlossenen Netzen sei zusätzlich durch industrielle Entwicklungen ein erhöhter Strombedarf entstanden. Mit der Erneuerung habe man insbesondere die 20-kV-Mittelspannungsanlage des Umspannwerkes deutlich verstärkt und zusätzliche Schaltfelder aufgebaut. "Das Umspannwerk Traunreut beinhaltet damit die größte Mittelspannungsanlage des Bayernwerks. Zudem haben wir das 20-kV-Schalthaus Traunreut West in der Porschestraße erneuert. In der 110-kV-Schaltanlage, also im Hochspannungsbereich des Umspannwerkes, arbeiten wir jetzt mit drei Transformatoren. Das ist eine weitere Erhöhung der Versorgungssicherheit", erklärte Egon Westphal.

Blick in die Mittelspannungsschaltanlage im Umspannwerk Traunreut.

Umfangreiche Arbeiten waren aber nicht nur im Umspannwerksbereich erforderlich, sondern auch im umliegenden Mittelspannungsnetz, in das das Umspannwerk eingebettet ist. Egon Westphal: "Die Gesamtkosten des Projekts lagen somit bei rund neun Millionen Euro, rund 6,5 Millionen Euro davon allein für das Umspannwerk. Wir waren auch einige Jahre zu Gange. Die Arbeiten begannen Mitte 2013. Das zeigt, dass Netzbauplanung ein gutes Gespür für die Anforderungen der Zukunft erfordert." Mit der Erneuerung des Umspannwerks habe man wieder einen Schritt Richtung Energiezukunft getan.

Pressemitteilung der Bayernwerk AG

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