Über 800 Arbeitsplätze bei Siteco in Traunreut in Gefahr

MdL Knoblauch: "Habe Nachricht mit Bestürzung vernommen"

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Das Siteco-Verwaltungsgebäude in Traunreut.
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Traunreut/Mühldorf - Die Osram Group wird sich von dem Geschäft mit Leuchten trennen. So soll nun der Traunreuter Leuchtenhersteller Siteco mit rund 820 Mitarbeitern dran glauben müssen. Jetzt äußert sich auch Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch zu Wort.

Update, Freitag, 3. August: Pressemitteilung MdL Knoblauch

„Mit Bestürzung habe ich die Nachricht vom Verkauf des Leuchtengeschäfts durch die Firma Osram vernommen“, sagt SPD-Heimatabgeordneter Günther Knoblauch. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region beschäftigt das Osram-Tochterunternehmen Siteco in Traunreut rund 820 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Für sie brechen erneut unsichere Zeiten an“, so Knoblauch, „meine Gedanken sind bei Ihnen und Ihren Familien.“ 

Erst 2011 war Siteco von Osram übernommen worden – langfristige Planung und Verantwortung sieht anders aus. Nach dem jüngsten Konsolidierungskurs mit Stellenkürzungen und der Rückverlegung der Produktion nach Traunreut, dem einzigen Siteco-Standort in Europa, bestand zumindest die Hoffnung auf ruhigere Zeiten.

Diese Hoffnung wurde nun leider enttäuscht. „Es muss nun darum gehen, die vielen Arbeitsplätze in Traunreut und an den anderen Standorten über den Verkauf hinaus zu sichern“, betont Knoblauch, der sich deshalb mit einem Schreiben an den Bayerischen Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer gewandt und um Unterstützung der Staatsregierung gebeten hat.„Ich hoffe im Sinne der Beschäftigten, dass der Erhalt der Arbeitsplätze zentrales Anliegen bei den Verkaufsverhandlungen sein wird“, so Knoblauch. Hier geht es auch um den Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.

Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch

Update 13.15 Uhr: 

Nun meldet sich auch die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler zur ungewissen Zukunft bei Siteco zu Wort. Sie stehe mit dem Betriebsrat in regelmäßigem Austausch und sagte ihm bereits Solidarität und Unterstützung zu: "Mit Bestürzung habe ich die Nachricht vom Verkaufs des Leuchtengeschäfts durch Osram vernommen. Für die davon betroffenen über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Siteco in Traunreut bedeutet das unsichere Zeiten."

Die Hoffnung, die durch die Rückverlegung eines Teils der Produktion von der Slowakei nach Traunreut, entstanden ist, sei nun leider wieder enttäuscht worden, so Kofler. Erst heuer im Januar verkündete der Konzern, dass 40 Arbeitsplätze in der Fertigung von Feuchtraumleuchten zurück nach Traunreut verlegt werden. Jetzt müsse es darum gehen, die vielen Arbeitsplätze in Traunreut und an den anderen Standorten über den Verkauf hinaus zu sichern. 

"Nach den Stellenkürzungen in den letzten Jahren sieht die Belegschaft erneut schwierigen Zeiten entgegen. Ich hoffe im Sinne der Beschäftigten, dass der Erhalt der Arbeitsplätze zentrales Anliegen bei den Verkaufsverhandlungen sein wird", so Bärbel Kofler. 

Unser Artikel vom Mittwochmorgen:

Der Vorstand von Osram hat die Trennung von seinem Geschäft mit Leuchten beschlossen. „Dank zahlreicher Maßnahmen hat sich die Ertragslage der Geschäftseinheit Lighting Solutions deutlich stabilisiert, so dass wir nun einen geordneten Verkaufsprozess anstoßen. Wir werden künftig einen noch stärkeren Fokus auf wachstumsstarke Zukunftsgeschäfte haben“, sagte Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der OSRAM Licht AG. Nun sollen Gespräche mit Interessenten für das Leuchtengeschäft geführt werden. Ein Update zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns wird der Vorstand beim Kapitalmarkttag im November geben.

Pressemeldung Osram Group

Osram-Sprecher Jens Hack erklärte, dass zu diesem Zeitpunkt noch keine Angaben zur Zukunft der Arbeitsplätze gemacht werden können, wie pnp.de berichtet. Die Vereinbarungen mit den vom bereits 2017 angekündigten Stellenabbau betroffenen Mitarbeitern würden aber weiterhin gelten.

Die Betroffenen reagierten damals geschockt auf die Ankündigung des Stellenabbaus.

Dennoch wollte Siteco 40 Arbeitsplätze in der Produktion von der Slowakei nun zurück nach Traunreut holen.

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Kommentare

Realist666Antwort
(0)(0)

oder sie selbst?

Realist666Antwort
(0)(0)

Blablabla

Der GrassauerAntwort
(0)(0)

Oh je, Babsi, Bärbel ist doch "langversion" Ihres Nicks, oder?

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