Platz wird anderweitig bebaut

Pläne des Bürgerbegehrens am Frühlinger Spitz durchkreuzt

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Im rot markierten Bereich am Frühlinger Spitz lässt die BSH entlang der Straße derzeit einen neuen Werkszaun errichten. Der Grund gehört dem Betrieb. Sollte das Bürgerbegehren Erfolg haben, ist der benötigte Platz für einen Ausbau der Straße also eigentlich weg - dann könnte es kompliziert werden. 
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Traunreut - Das Bürgerbegehren will die Straße am Frühlinger Spitz ausbauen und mit einem Radlweg ergänzen lassen - doch der Platz scheint gerade zu verschwinden. 

Die Frühlinger-Spitz-Straße ist derzeit wegen Baumfällarbeiten gesperrt - und dort wo die Bäume fallen, direkt neben der Straße, lässt die BSH einen großen Werkszaun errichten. Der Platz für einen Radlweg und einen Ausbau der Straße, wie es das Bürgerbegehren fordert, wäre damit praktisch verbaut, berichtet der Traunreuter Anzeiger. 

Würde die BSH den Grund überhaupt noch hergeben?

Der Stadtrat entschied sich im Januar gegen den Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße, auch ein möglicher Grunderwerb entlang der Straße wurde später abgelehnt. Sollte es dann tatsächlich zum Bürgerentscheid kommen und die Traunreuter stimmen für den Ausbau der Straße, fehlt der Grund und die Stadt müsste mit der BSH in neue Verhandlungen eintreten - inklusive Rückbau und Verlegung des Zaunes

Das Bürgerbegehren fordert den Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße vor allem für Fußgänger und Radfahrer - die Benutzung sei wegen des vielen Verkehrs "zum Teil lebensgefährlich". Auch für die Anbindung von Industrie, Gewerbe und der Jugendsiedlung sei der Ausbau wichtig. Der Ausbau solle ganz unabhängig von einer möglichen Ostspange realisiert werden. 

Etwa ein Drittel der Unterschriften für Bürgerentscheid schon gesammelt

"Die unterschiedliche Bedeutung und der Zweck des Ausbaus der Frühlinger-Spitz-Straße zum einen und der sogenannten Ostspange (Umfahrung) zum anderen ist bei einigen Kommunalpolitikern offensichtlich immer noch nicht klar – oder soll da einfach nur jede Form von Straße(nausbau) verhindert werden?", ließ Initiator Michael Mollner am Donnerstag zu dem Bürgerbegehren verlauten. 

Zusätzlich zum Bürgerbegehren zur Frühlinger-Spitz-Straße hat Mollner mit seiner Gruppe namens "Freunde Traunreuts" auch Bürgerbegehren zum Volksfest und zur Bücherei gestartet. Jedes einzelne Bürgerbegehren braucht mindestens 1200 Unterschriften, um zugelassen werden zu können. Der nächste Schritt wäre dann ein zeitlich begrenzt verbindlicher Bürgerentscheid. In den vergangenen Wochen wurden laut Michael Mollner für alle drei Bürgerbegehren insgesamt knapp 1200 Unterschriften gesammelt - im Schnitt hat man also etwa ein Drittel der benötigten Unterschriften.

xe

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