Show und Party auf drei Bühnen

Tausende Besucher feiern auf dem Traunreuter Stadtfest

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Traunreut - Unmittelbar nach dem Bürgermeister Klaus Ritter in seiner kurzen Eröffnungsrede beim Traunreuter Stadtfest den Wettergott noch gelobt hatte, öffnete dieser seine Himmelsschleusen.

Ohne Vorwarnung schüttete es wie aus Eimern und die Besucher flüchteten unter die Arkaden, Schirme oder Zelte. Der kurze Schauer beruhigte sich jedoch zum Glück und die Wolken verschwanden so schnell wie sie gekommen waren. Nach dem die Bierzeltgarnituren mit allem Verfügbaren getrocknet waren, konnte bis tief in die Nacht ausgelassen weitergefeiert werden. 

Das bewährte Rezept, drei Bühnen, drei Bands, drei Musikrichtungen – Show und Party ist wieder aufgegangen. Traunreut hatte sich wieder fit gemacht für seine Gäste. Und die ließen auch nicht lange auf sich warten. 

Bereits am Nachmittag strömten die Besucher mit Kind und Kegel in die Innenstadt. Abends gab es dann auf der Festmeile kaum noch ein Durchkommen. Mehrere 1000 Besucher schlenderten die Straßen entlang und genossen die laue Sommernacht. 

So bunt wie das Publikum war auch die kulinarische Vielfalt: Es roch nach frischgeräuchertem Fisch, international deftigen Gerichten und süßen Leckereien. Die Schlange am "Baumstriezel-Stand" riss bis in die späten Abendstunden nicht ab. Durst musste auch keiner leiden: Vom frisch gezapften Bier über Früchtebowle bis hin zu In- Getränken mit oder ohne Alkohol war alles vorhanden, was das Herz begehrt. 

Mit den Traunreutern feierten auch Gäste aus der kroatischen Partnerstadt Virovitica. Dessen stellvertretender Bürgermeister war mit einer Delegation zum Stadtfest angereist und machte sich am Sonntag in aller Herrgottsfrüh wieder auf nach Kroatien, um pünktlich zum WM-Endspiel der kroatischen Nationalmannschaft gegen Frankreich wieder zuhause zu sein. 

Wie seit Jahren wieder mit von der Partie waren auch die Moped Freunde aus Straubing, die wieder mit ihren "Schnauferln" angereist waren. Unter die vielen Gäste scharte sich auch eine Fußballmannschaft aus dem niederbayerischen Binabiburg, die sich das Traunreuter Stadtfest als Ziel ihres Vereinsausfluges ausgesucht hatten. "Wir fühlen uns hier unverschämt wohl." 

Bereits am Nachmittag spielten die Blaskapellen aus Traunwalchen und Traunreut auf und auf den Bühnen und Plätzen präsentierten sich die Traunreuter Vereine und Musikgruppen. Neben den bewährten Aktionen für die Kinder hatte sich der Veranstalter, die Stadt Traunreut, wieder einige neue Attraktionen einfallen lassen. 

Etwa einen Indoor Paragleiten- und Fallschirmsimulator, bei dem die ganz mutigen in schwindelnde Höhen aufsteigen konnten. Ein Renner waren auch das Bungee-Trampolin, die großen Schwimmballons oder die Abenteuerhüpfburg von Fred Feuerstein. Mitten im Getümmel tauchten lebendige "Statuen" des Theaterchen "O" auf und die Goaßlschnalzer aus Traunwalchen ließen es auf den Tischen lautstark knallen. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Traunreuter Tanzschule "HeardBeat by Gabi" mit rund 200 Tänzern und Tänzerinnen und bei Einbruch der Dunkelheit die großartige Feuershow der Traunsteiner Feuerdeifen

Ausgelassen getanzt wurde auch vor den Bühnen der Lokalband "Beack in Town" und der bekannten Kapelle "Zwoa moi Zwoa", die zum ersten Mal am Stadtfest spielte. Am Rathausplatz rockte die Band "StressedOut" die Hauptbühne. 

"Bis kurz vor eins war hier noch die Hölle los", sagte Frauke Tränkner. Die Organisatorin des Stadtfestes zog gestern früh mit angeschlagener Stimme eine mehr als zufriedene Bilanz. "Es ist alles gut gelaufen ohne größere Zwischenfälle", sagte sie.

Gabi Rasch

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