Nach Wirbel um Bürgerbegehren

Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße: Der Plan steht - klappt er auch?

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Die Frühlinger-Spitz-Straße in Traunreut soll - inklusive Radweg, Grünstreifen und Bankette - auf insgesamt 13 Meter Breite ausgebaut werden. Die Stadt braucht aber noch Grund dazu. 

Traunreut - Inzwischen herrscht im Stadtrat große Einigkeit: Die Frühlinger-Spitz-Straße muss ausgebaut werden. Nun liegen die ersten Pläne vor, wie genau ein Ausbau aussehen könnte.

Momentan ist die Frühlinger-Spitz-Straße eng: Zwei Autos passen aneinander vorbei, aber für Fußgänger oder Radlfahrer bleibt dann kein Platz mehr. Dabei dient sie als Zubringer zu Gewerbe und Industrie im Osten Traunreuts rund um Bosch-Siemens sowie zur Jugendsiedlung. Nun hat die Stadtverwaltung einen Plan zum Straßenausbau vorgelegt, dem der Bauausschuss am Mittwoch geschlossen zustimmte.


So soll die Frühlinger-Spitz-Straße ausgebaut werden

Die Straße soll insgesamt sechs Meter breit werden, dazu kommt ein 2,50 Meter breiter, abgesetzter Radweg. Außerdem eingeplant: Bankette und Grünstreifen mit Sickermulde. Die "neue" Frühlinger-Spitz-Straße wird insgesamt also rund 13 Meter breit. "Dies entspricht einer normalen Erschließungsstraße und kann in einem weitestgehend bestandsorientierten Ausbau umgesetzt werden", heißt es aus der Verwaltung. 

Aber: Die Stadt muss noch Grund entlang der Straße kaufen, der ihr noch nicht gehört. "Was ist, wenn es da zu keiner Einigung kommt?", fragte Hans Kneffel im Bauausschuss. "Dann müsste der Stadtrat die Planungen nochmal ändern", so Bürgermeister Klaus Ritter: "Ich darf aber erst nach dem jetzigen Stadtratsbeschluss mit den Grundstücksverhandlungen beginnen." 


"Bei jedem Schichtwechsel der BSH überqueren hunderte Leute die Straße. Wir sollten also aufpassen und vielleicht gleich eine Unterführung oder Überführung bauen", schlug Herbert Kusstatscher vor. Bürgermeister Ritter beschwichtigte: "Der Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße ist ja nur der erste Schritt - breit und sicher genug und mit Querungshilfe. Und im zweiten Schritt brauchen wir dann ja unbedingt die Ostumfahrung."

Nachdem der Stadtrat im vorigen Jahr den Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße noch ablehnte formierte sich im Frühjahr eine Bürgerinitiative rund um Michael Mollner. Unterschriften wurden gesammelt, ein Bürgerentscheid schon zugelassen, doch dazu kam es dann nicht: Der Stadtrat lenkte ein und entschied sich dann doch dafür, die Straße auszubauen.

xe

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