Angreifer von Traunreut soll weitere Tat begangen haben

Opfer: "Er hat mit einem spitzem Gegenstand auf meinen Kopf eingeschlagen"

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Traunreut - Am späten Freitagabend, 22. Mai, kam es zu einem spektakulären Messerangriff auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants. Ein junger Mann wurde bei der Attacke schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter soll dabei übrigens nicht zum ersten Mal auffällig geworden sein. 

Denn der 23-Jährige aus Traunreut soll bereits eine Woche vorher, am 15. Mai, einen 18-Jährigen, ebenfalls im Stadtgebiet von Traunreut, brutal angegriffen haben. Der Auszubildende war gerade auf dem Weg zur örtlichen McDonalds-Filiale, als der Angreifer von hinten über ihn herfiel. "Er sprühte mir Desinfektionsmittel ins Gesicht, und ich konnte nichts mehr sehen. Er hat dann mit einem spitzen Gegenstand auf meinen Kopf eingeschlagen. Ich konnte ihn schließlich wegstoßen und bin dann sofort nach Hause gerannt", schilderte der 18-Jährige der Passauer Neuen Presse (PNP) die Attacke. Der junge Mann rettete sich blutüberströmt ins Haus seiner Eltern, wo dann auch Rettungsdienst und Polizei hinzugezogen wurden.  


Seine Mutter stellte laut dem Bericht unterdessen eigene "Ermittlungen" an und konnte den Beamten wenig später auch die Identität des mutmaßlichen Täters nennen. Passiert sei zunächst jedoch nichts. "Ich bin jeden Tag zur Polizei und habe nachgefragt, warum sie nichts tun. Ich habe ihnen gesagt, wenn sie ihn nicht festnehmen, dann bringe ich ihnen den Täter", so die Mutter gegenüber der PNP. Erst am 20. Mai seien Polizisten zur Adresse des Verdächtigen gefahren, der dann angeblich über einen Balkon geflüchtet sein soll.

Zweite Attacke fast am selben Ort

Zwei Tage später kam es dann zu der zweiten brutalen Messerattacke - nur einige hundert Meter entfernt vom ersten Tatort. Bei der Auseinandersetzung auf offener Straße wurde das Opfer mit einem spitzen Gegenstand, vermutlich ein Messer, angegriffen und schwer verletzt. Der 20-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei startete daraufhin einen Großeinsatz, an dem auch Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) beteiligt waren. Dieser verlief jedoch zunächst ergebnislos. Auch eine Wohnung wurde durchsucht. Parallel dazu wurden am Tatort Spuren gesichert. 


Polizei-Großeinsatz an Traunpassage in Traunreut

 © FDL/BeMi
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Einen Tag nach dem zweiten Angriff, am Samstag, 23. Mai, konnte der Tatverdächtige im Stadtgebiet von Traunreut schließlich widerstandslos festgenommen werden. Inzwischen wurde der Verdächtige in der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt seither wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

mw

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