Unheimliche Brandserie in Traunreut

Mann (79) stirbt in Flammeninferno - Ehefrau (76) kämpft um ihr Leben

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Die Löscharbeiten der Feuerwehr gestalteten sich  aufgrund der Photovoltaikanlage auf dem Dach als äußerst schwierig.

Traunreut - Im Permoserweg ist am Mittwochabend, 18. Dezember, eine Doppelhaushälfte in Vollbrand geraten. Die schreckliche Bilanz: Dabei kam ein Mensch ums Leben, ein weiterer wurde offenbar schwerst verletzt. Die Löscharbeiten dauerten bis tief in die Nacht.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Großeinsatz der Rettungskräfte nach Feuer in Permoserweg
  • Mann (79) stirbt, Frau (76) wird schwer verletzt
  • Schwierige Löscharbeiten - Brandursache unklar
  • Am Donnerstag gab es erneut eine Feueralarm in Traunreut
  • Es besteht der Verdacht, dass ein Brandstifter in der Stadt unterwegs ist

UPDATE, 20.52 Uhr - Feuerteufel in Traunreut unterwegs?

Am Abend des 19. Dezembers gab es wieder einen Feueralarm in Traunreut. Eine Grasfläche stand in Vollbrand. Am Dienstag wurden zwei Papiertonnen im Stadtgebiet angezündet. Ob die Fälle zusammenhängen, ist nicht klar. Die Polizei Traunreut macht aus ermittlungstaktischen Gründen im Moment keine Aussage.


UPDATE, 13.45 Uhr - Pressemeldung Polizei

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Aus bislang unbekannter Ursache brach am Mittwoch, 18. Dezember , kurz vor 22 Uhr ein Brand in einer Doppelhaushälfte im Permoserweg in Traunreut im Landkreis Traunstein aus.

Kurz vor 22 Uhr wurden Zeugen auf einen Brand in einer Doppelhaushälfte im Traunreuter Permoserweg aufmerksam und setzten einen Notruf ab. Bis zum Eintreffen der alarmierten Feuerwehren und Rettungskräfte stand das Haus im oberen Bereich in Vollbrand. Den beiden Bewohnern, einem 79-jährigen Mann und seiner 76-jährigen Ehefrau, gelang es nicht mehr, das Haus selbständig zu verlassen. Im Rahmen der Löscharbeiten konnte die Feuerwehr die 76-jährige Frau schwerstverletzt aus den Flammen retten. Sie wurde noch in der Nacht mit einem Rettungshubschrauber in eine Fachklinik geflogen und schwebt in Lebensgefahr. Ihr 79-jähriger Ehemann konnte nur noch tot aus dem Haus geborgen werden

Die Löscharbeiten der Feuerwehr gestalteten sich nicht zuletzt aufgrund der, auf dem Dach des Hauses befindlichen Photovoltaikanlage, als äußerst schwierig. Zum Öffnen des Daches musste ein Kranwagen hinzugerufen werden. Erst am Folgetag gegen 4.30 Uhr morgens konnten die Löscharbeiten eingestellt werden. Die Doppelhaushälfte wurde durch den Brand vollständig zerstört. Der Feuerwehr gelang es zwar, ein Übergreifen des Brandes auf die angrenzende Haushälfte zu verhindern. Diese wurde jedoch durch das Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogen. Der entstandene Sachschaden wird insgesamt im mittleren sechsstelligen Bereich vermutet.

Neben mehreren Streifenbesatzungen der Polizei waren die Freiwilligen Feuerwehren Traunreut, Stein a. d. Traun, Traunwalchen, Pierling und Trostberg mit über 110 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurden sie durch Kräfte der Kreisbrandinspektion und der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung. Vom Bayerischen Roten Kreuz waren insgesamt 21 Kräfte, darunter der Einsatzleiter Rettungsdienst, zwei Notärzte, zwei Besatzungen Rettungswagen sowie die Schnelleinsatzgruppen Transport aus Traunreut und Traunstein am Brandort eingesetzt. 

Die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. In den Vormittagsstunden des heutigen Donnerstag waren sowohl Brandermittler und Beamte der Spurensicherung am Brandort im Einsatz. Auch ein Sachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes aus München wurde hinzugezogen. Zum momentanen Zeitpunkt liegen jedoch noch keine Hinweise zur Brandursache vor.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE, 6.45 Uhr - 79-Jähriger stirbt in Flammenhölle

Nun gibt es erste weiterführende Informationen zu den Opfern des Brandes: Bei dem Toten handelt es sich laut einem Bericht der Passauer Neuen Presse um einen 79-jährigen Traunreuter. Zudem soll eine 76-jährige Frau bei dem Feuer schwere Verbrennungen erlitten haben, ehe sie von Kräften der Feuerwehr gerettet und anschließend vom Roten Kreuz in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. In welcher Beziehung der Mann und die Frau zueinander standen, ist bislang unklar. Naheliegend ist jedoch, dass es sich dabei um das Bewohner-Ehepaar des Hauses gehandelt hat. 

Die Löscharbeiten dauerten bis tief in die Nacht. Das Nachbarhaus musste nach Angaben von vor Ort evakuiert werden. Nachbarn und Augenzeugen wurden von Mitarbeitern eines Kriseninterventionsteams betreut. Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar. Die Polizei ermittelt.

Update, 19. Dezember, 5.22 Uhr - Bilder von vor Ort

Zu einem Wohnhausbrand wurde am Mittwochabend, 18. Dezember, gegen 22 Uhr die Freiwillige Feuerwehr aus Traunreut gerufen. Es wurde ein Brand im Permoserweg gemeldet. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges stand das Obergeschoss der Doppelhaushälfte bereits in Vollbrand. Aus dem Haus waren auch noch Hilferufe zu hören. Sofort wurde die Alarmierungsstufe erhöht, um weitere Kräfte anzufordern. Zunächst galt es das Feuer im Obergeschoss unter Kontrolle zu bringen, um Suchtrupps ins das Haus schicken zu könnten. 

Es gelang den Rettungskräften sehr schnell, das Feuer vorerst zu kontrollieren, um in das Haus vorzudringen. Man fand sehr schnell eine schwer verletzte Person vor und konnte diese über die Drehleiter ins Freie bringen. Sie wurde dem Rettungsdienst übergeben. Wenig später fand man eine weitere Person im Haus. Hier kam jedoch jede Hilfe zu spät. Man konnte die Person nur noch tot bergen.

Großeinsatz der Feuerwehr am Mittwochabend in Traunreut

 © FDL/Lamminger
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Schwierig gestalteten sich die weiteren Löscharbeiten. Das Dach des Hauses war komplett mit einer Fotovoltaikanlage versehen. Es war den Feuerwehrkräften kaum möglich an den zwischenzeitlich in Vollbrand stehenden Dachstuhl zu gelangen. Auch das Übergreifen der Flammen auf die nebenstehende Doppelhaushälfte zu verhindern, wurde mit zunehmender Dauer immer schwieriger. Das Dach des Nachbargebäude wurde abgedeckt, um hier einen weiteren Vollbrand zu verhindern. Es waren etwa 100 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brand unter Kontrolle zu kriegen. 

Bei den Löscharbeiten zogen sich zwei Einsatzkräfte leichtere Verletzungen zu. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Traunreut, Stein/Traun, Traunwalchen, Pierling und Trostberg, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sowie die Kreisbrandinspektion. Vom BRK war die Schnelleinsatzgruppe Transport aus Traunreut und Traunstein, zwei Notärzte, zwei Rettungswagen sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Auch die Polizei ist mit mehreren Streifen sowie der Kriminalpolizei vor Ort.

Update, 23.29 Uhr: Offenbar ein Toter und eine schwerverletzte Person

Bei dem Großbrand einer Doppelhaushälfte in Traunreut ist offenbar eine Person getötet worden, wie pnp.de am Einsatzort erfahren haben will. Eine weitere Person soll "schwerst verletzt" worden sein. 

Die Einsatzzentrale Oberbayern Süd hat das gegenüber rosenheim24.de weder bestätigt noch dementiert. Genaue Informationen folgen in einer Pressemitteilung der Polizei. Die Löscharbeiten dauern an.

Erstmeldung, 23.28 Uhr: Doppelhaushälfte in Traunreut in Vollbrand

Im Stadtgebiet Traunreut ist eine Doppelhaushälfte aus bislang unbekannter Ursache in Brand geraten. Das Gebäude steht derzeit im Vollbrand. Über verletzte Personen ist noch nichts bekannt. Die Einsatzkräfte von BRK, Feuerwehr und Polizei sind vor Ort.

bcs/ma/mw/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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