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Kaufvertrag für Kraftwerk unterzeichnet!

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Vertragsabschluss am Turboden-Firmensitz im sommerlichen Brescia (v.l.):Paolo Bertuzzi (Geschäftsführer Turboden s.r.l.), Dipl.-Ing. Frank Kleemeyer (Bauleiter Traunreut der gec-co), Maximilian von Grundherr (Geschäftsführer Traunreut mbH), Dipl.-Ing. Thorsten Weimann, MBA (Gründer und Geschäftsführer gec-co) Reinhard Klingberg (Geschäftsführender Gesellschafter Th. Arens Anlagenbau), Andreas Kanja (Projektleiter Th. Arens Anlagenbau), Dipl.-Ing. Andreas Utz (Projektleiter Traunreut der gec-co)

Traunreut - Die Traunreut mbH hat nach dem Abschluss der Bohrarbeiten den Kaufvertrag für eine geothermische Kraftwerksanlage unterzeichnet. Schon bald soll der grüne Strom fließen.

Am 29. April 2013 wurden die Arbeiten für die zweite Bohrung in Traunreut erfolgreich abgeschlossen, am 20. Juni 2013 erfolgte der Baubeginn für das Fernwärme-Übergabegebäude, und nun wurde der Kaufvertrag für das Kraftwerk unterzeichnet, das voraussichtlich ab Mitte 2015 Strom aus dem Traunreuter Thermalwasser erzeugen wird. „Dieser straffe Zeitplan ist in der Tiefengeothermie-Branche noch eher ungewöhnlich. Dabei stehen einem solch effizienten Ablauf keinerlei technische Gründe entgegen“, erklärt Dipl.-Ing. Thorsten Weimann, MBA, Geschäftsführer der mit der Planerstellung für den Kraftwerksbau beauftragten gec-co Global Engineering & Consulting - Company GmbH in Augsburg.

Der Auftrag zur Errichtung eines Kraftwerks wurde bereits ein Vierteljahr nach dem erfolgreichen Abschluss der Bohrarbeiten erteilt. Das Ziel der Geothermischen Kraftwerksgesellschaft Traunreut mbH (GKT) war es, möglichst früh mit potenziellen Kraftwerks-Partnern in Kontakt zu treten. „Die Tatsache, dass parallel zu den Bohrarbeiten bereits intensiv verhandelt wurde, ermöglicht nun einen zügigen Projektfortschritt“, freut sich Maximilian von Grundherr, kaufmännischer Geschäftsführer der GKT.

Mit ein Grund, sich für das Turboden-Kraftwerk zu entscheiden, war die umfangreiche Erfahrung des Unternehmens mit Thermalwasser aus der Bayerischen Molasse, ergänzt Thorsten Weimann: „Noch in diesem Jahr werden mindestens drei Turboden-Strom- und Heizkraftwerke in Bayern in Betrieb genommen.“ Maximilian von Grundherr betont: „Wichtig war uns beim Anbieter-Vergleich auch der Blick auf den Schallschutz. Da wir in Traunreut auf eine bestehende Bebauung Rücksicht nehmen, waren unsere Vorgaben an die Hersteller sehr hoch.“

Das Kraftwerk hat eine installierte Leistung von 4,1 Megawatt und erzeugt damit jährlich etwa 30.000 bis 35.000 Megawattstunden regenerativen Strom. Damit können bis zu 10.000 Haushalte versorgt werden. Es arbeitet auf Basis der nach dem schottischen Ingenieur und Physiker William John Macquorn Rankine (1820 bis 1872) benannten „Organic-RankineCycle“-Technik, kurz: ORC. Das bedeutet, dass der Wärmeaustausch im Kraftwerk mit Hilfe von organischen Flüssigkeiten erfolgt, den sogenannten „Arbeitsmitteln“. Diese „Arbeitsmittel“ sind in der Kälte- und Klimatechnik erprobt und treiben die Turbine an. Es besteht somit kein direkter Kontakt mit dem mineralhaltigen Thermalwasser. Dieses fließt abgekühlt in einem geschlossenen Rohrsystem zurück in das über 5.000 Meter tiefe Gestein, wo es sich erneut aufheizt.

Das Kraftwerks-Konsortium bilden die Turboden s.r.l. (Brescia), und die Th. Arens Anlagenbau GmbH (Twist). Turboden agiert als Konsortialführer. Th. Arens Anlagenbau GmbH ist in Traunreut bestens bekannt – das Unternehmen erstellt momentan im Auftrag der GKT den Thermalwasserkreislauf und die Fernwärmeauskopplung. Ziel der GKT ist es, noch in diesem Jahr mit der Fernwärmelieferung zu beginnen. Das Ingenieurs- und Projektplanungsunternehmen gec-co aus Augsburg begleitet die GKT bei allen technischen Fragen rund um den Kraftwerksbau, nimmt die Ausschreibung der Gewerke vor und überwacht den Baufortschritt.

Pressemittelung gec-co

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