Nach nächstem Unfall an Siemens-Straße

Wann kommt die 24-Stunden-Ampelschaltung?

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Foto vom Crash an der Werner-von-Siemens-Straße am 5. April.
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Traunreut - Immer wieder kracht es an den großen Kreuzungen der Siemens-Straße: Die Ampeln laufen nur unter Tags. Wann kommt der - vom Stadtrat längst beschlossene - 24-Stunden-Betrieb?

Zwei Leichtverletzte und 12.000 Euro Sachschaden waren erst am vergangenen Mittwoch wieder zu beklagen: Eine Fahranfängerin wollte von der Münchner Straße kommend die Werner-von-Siemens-Straße überqueren und übersah dort einen Chevrolet-Fahrer. Mit ein Problem: Die Uhrzeit. Denn um 20.45 Uhr sind die Ampeln an der Siemens-Straße bereits aus...

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Deshalb gibt es noch keinen 24-Stunden-Betrieb

Der Verkehrsfluss an diesen fünf Ampeln soll verbessert werden. An den Nummern 1, 2 und 3 entlang der Siemens-Straße sollen die Ampeln dann 24 Stunden laufen.

Schon im Januar befasste sich der Bauausschuss mit den Ampeln entlang der Werner-von-Siemens und entschied, sie rund um die Uhr in Betrieb zu lassen. Warum ist das noch nicht passiert? Man wollte noch die Daten einer Verkehrszählung abwarten, um bei der Gelegenheit auch die Schaltfrequenzen der Ampeln anzupassen. Aber: Nur das zuständige Verkehrsbüro soll die Ampelschaltungen verändern, nicht die Stadt - und jenes Büro hat seinen Sitz im 450 Kilometer entfernten Gera

"Es wäre einfach nicht wirtschaftlich gewesen und hätte uns viel Geld gekostet, wenn die deswegen zwei Mal nach Traunreut kommen", so Udo Albrich von der Stadtverwaltung. Es sei wichtig, dass es nur einen gebe, der die Ampeln steuert, was man dem Geraer Büro überlassen habe: "Die sind momentan auch sehr ausgelastet", so Albrich. Die Stadt wird 3000 Euro jährlich mehr bezahlen müssen, wenn die Ampeln 24 Stunden am Tag laufen.

Umlaufzeit an Ampeln zehn Sekunden länger?

Vermutlich im Juni wird es soweit sein, dass die Ampeln angepasst werden. Auch die Grün-Phasen werden angepasst. Bis Donnerstag sind die Daten der Verkehrszählung ausgewertet: "Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass der Umlauf um fünf bis zehn Sekunden verlängert wird", so Albrich. 75 Sekunden würde die Umlaufzeit dann betragen - also die Zeitspanne, in der an einer Ampel alle Rot- und Grünphasen einmal durchgelaufen sind. 

"Dadurch würde das Warten an den Ampeln natürlich noch länger", so Albrich - andererseits könnten während einer Grünphase auch umso mehr Autos über eine Kreuzung gebracht werden oder die Fußgänger bekommen mehr Zeit um die Straße zu überqueren. 

xe

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