Medienmitteilung Stadt Traunreut

Werkausschussmitglieder treffen sich erstmals virtuell

Die Traunreuter Werkausschussmitglieder trafen sich erstmals virtuell.
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Hintergrund des Treffens war der Vorschlag der Stadtwerke, den Sprungturm im Franz-Haberlander-Freibad baulich zu verändern.

Traunreut - Auch wenn es keine offizielle Werkausschusssitzung war, so nahmen doch viele Werkausschussmitglieder am 15. Februar um 18 Uhr an einem virtuellen Treffen teil, zu dem der Vorsitzende, Herr Bürgermeister Hans-Peter Dangschat geladen hatte.

„Erstmals berät sich ein Ausschuss virtuell und damit sind wir auch Vorreiter bei den kommunalen Gremien. Es handelt sich dabei um eine informelle Besprechung, also keine ordentliche Sitzung, da dies nicht zulässig wäre. Aber es freut mich sehr, dass wir in der aktuellen Situation eine Möglichkeit für Beratungen und Austausch haben und diese auch von den Mitgliedern so positiv und zahlreich angenommen wurde.“ freut sich Bürgermeister Dangschat.

Hintergrund des Treffens war der Vorschlag der Stadtwerke, den Sprungturm im Franz-Haberlander-Freibad baulich zu verändern, da in der vergangenen Freibadsaison drei Unfälle passierten, die zum Glück jedoch glimpflich verlaufen sind. Dennoch sollten sich die Unfälle nicht wiederholen. Der Sprungturm entspricht zwar den technischen Normen und wurde auch vom TÜV ordnungsgemäß abgenommen, aber die Realität zeigt, dass noch weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Die WAS-Mitglieder berieten über mögliche technische und organisatorische Möglichkeiten zur Reduzierung der Unfallgefahr. Sie entschieden sich nach lebhafter Diskussion dafür, dass die bisherige Leiter, die zum 3 m-Sprungbrett führt, durch eine Treppe ersetzt wird. Der Anstellwinkel der Treppe ist mit nur noch ca. 60 ° deutlich geringer. Anstatt der bisherigen Leitersprossen verfügt sie über Treppenstufen, und der Handlauf wird benutzerfreundlicher geführt. Zudem wird der Aufprallschutz am Boden vergrößert. Die erwarteten Umbaukosten liegen bei ca. 24.000 Euro netto. Ob zusätzlich noch ein Hinweisschild am Sprungturm angebracht wird, dass das Springen nur unter gewissen Auflagen (Alter, Größe, Begleitperson) und auf eigenes Risiko erfolgt, kann zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Wichtig war die Entscheidung der WAS-Mitglieder beim virtuellen Treffen, die baulichen Maßnahmen umzusetzen, da diese rechtzeitig zum geplanten Saisonbeginn fertiggestellt sein sollen.

In der kommenden offiziellen Werkausschusssitzung werden wir das Ergebnis dieses Treffens noch kurz darstellen.

Als zweites Thema wurde die Anfrage der Gruppierung L!Z behandelt. Die L!Z hatte mit Hinweis auf die aktuellen Probleme der Fernwärmeversorgung in Nürnberg und Jena nachgefragt, ob diese Szenarien auch in Traunreut denkbar wären und ob für diese Fälle ein Notfallplan existiert. Der Werkleiter der Stadtwerke, Frank Wachsmuth, nahm dazu Stellung und erläuterte, dass Versorgungsprobleme auch in Traunreut denkbar sind, da jedes technische System versagen kann. Die Stadtwerke haben als zertifiziertes Versorgungsunternehmen hierfür allerdings einen Notfallplan, der das Ausfallrisiko und das Schadensausmaß minimieren soll. Im Folgenden skizzierte Wachsmuth mögliche Szenarien mit den dann erforderlichen Maßnahmen auf. Als Fazit lässt sich sagen, dass die Versorgungssicherheit in Traunreut aufgrund der räumlich verteilten Heizwerke verschiedener Betreiber, die mit unterschiedlichen Energieträgern heizen, das Risiko eines kompletten Ausfalls gut gestreut und damit relativ unwahrscheinlich ist, was Herr Czepan abschließend bestätigte.

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