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Wohin fließt das Geld? Hier investiert Traunreut 2017

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Traunreut - Die Stadt ist seit 2013 schuldenfrei und das wird auch so bleiben: Doch wegen der hohen Investitionen werden die Rücklagen immer weniger. Wofür das Geld im kommenden Jahr investiert wird:

Ein genauer Blick in den Haushaltsplan der Stadt verrät, wohin die Millionen 2017 fließen werden. Traunreut ist schuldenfrei, neue Kredite müssen nicht aufgenommen werden. Dafür wird verstärkt auf die Rücklagen zurückgegriffen: Momentan betragen sie noch 29,5 Millionen Euro, zum Jahresende 2017 werden es nur noch knapp 11 Millionen sein. 

Einer der Gründe: Die Gewerbesteuereinnahmen sind für die Stadt von erheblicher Bedeutung, doch sie sprudeln nicht mehr so wie in der Vergangenheit. 2015 nahm man fast 23 Millionen Euro allein über die Gewerbesteuer ein, heuer waren es rund 14 Millionen, im kommenden Jahr dann nur noch gut 12 Millionen Euro. 

Die wichtigsten Investitionen 2017

- Damit Traunreut weiter wachsen kann ist Grunderwerb nötig: dafür werden im kommenden Jahr insgesamt 6,785 Millionen Euro ausgegeben - davon knapp 5,4 Millionen Euro für die Wohngebiete Stocket und Abdeckerfeld, der Rest für weitere Flächen im Gewerbegebiet Äugelwald. 

- Ein weiterer dicker Brocken im Haushalt sind Erschließungen, Straßen, Ampeln und Brücken: Gut 4 Millionen Euro macht dieser Posten 2017 aus. Etwa die Anbindung von Hochreit an die Staatsstraße kostet 1,35 Millionen Euro, die Erschließung des Gewerbegebiets Äugelwald 500.000 Euro, die Erschließung des Wohngebiets Weisbrunn 525.000 Euro oder verschiedene Asphaltsanierungen 200.000 Euro. Aber auch viele kleinere Maßnahmen tauchen hier auf, beispielsweise der Unterhalt von Ampeln, Wanderwegen oder Bushäuschen.

- Etwa 927.000 Euro bekommen im kommenden Jahr allein die Feuerwehren: Gut die Hälfte davon fließt in Feuerwehrautos, auch die Baukosten für das Gerätehaus in Traunwalchen stechen mit 174.000 Euro heraus. 

- In die Schulen werden 2017 insgesamt 716.000 Euro investiert. Die größten Posten sind dabei die Heizungssanierung der Werner-von-Siemens-Hauptschule (420.000 Euro), die Planungen für den Neubau der Grundschule Nord (100.000 Euro) und viele kleinere Baumaßnahmen, die zusammen auf 133.000 Euro kommen.

- Für Naturschutz, Landschaftspflege und Grünflächen werden im kommenden Jahr insgesamt 378.000 Euro ausgegeben. Der größte Teil davon fließt in Ökoflächen in Anning und Oderberg (305.000 Euro), aber beispielsweise auch der Bau einer Kletteranlage am St.-Georgs-Platz wird hier mit eingerechnet (36.000 Euro).

- In die Friedhöfe fließen 2017 323.000 Euro: Den größten Teil davon machen neue Urnenwände in Traunreut und St. Georgen aus. 

- Auch für das Heimathaus werden 323.000 Euro ausgegeben, vor allem weil bauliche Brandschutzmaßnahmen notwendig werden.

- In die Kindergärten werden 2017 insgesamt 247.000 Euro gesteckt: Die Planungskosten für den Neubau der Kita an der Kolpingstraße (150.000 Euro) und die Sanierung der Sanitäranlagen im Kindergarten St. Georgen (52.000 Euro) schlagen damit am meisten zu Buche. Aber auch die Videoüberwachung der Schlafräume in den Kinderkrippen lässt man sich 17.000 Euro kosten. 

- Verschiedene Sanierungen an Dach, Fassade oder Decken im Rathaus kosten außerdem 174.000 Euro

Verabschiedet ist der Haushalts- und Investitionsplan durch den Stadtrat noch nicht, er wurde am Dienstag erst durch den Hauptausschuss vorberaten. Bis auf SPD-Stadtrat Günter Dzial stimmten alle zu. Ihm gehen die Sanierungen der Adalbert-Stifter- und er Nansen-Straße zu langsam. Bürgermeister Ritter erwiderte, dass dort im kommenden Jahr zumindest mit der Planung begonnen wird, 2018 könnte mit dem Bau begonnen werden, 2020 sollen die Sanierungen abgeschlossen sein.

xe

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