Kuriose Geschichte aus Traunreut

Zebrastreifen abgefräst - jetzt muss er wieder hin

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Traunreut - Schlicht überflüssig sei ein Zebrastreifen im Nordosten der Stadt, da waren sich Verwaltung, Polizei und Behörden einig und ließen die Markierung im April abfräsen - zu früh, wie sich jetzt herausstellt.

Nur fünf Monate, nachdem ein Zebrastreifen an der Münchner Straße in Traunreut abgefräst wurde, fiel jetzt der Beschluss, die Aktion doch wieder rückgängig zu machen. Abgesehen von Bürgermeister Klaus Ritter stimmte der ganze Bauausschuss am Donnerstag dafür. Wie kam es dazu?

Ortstermin im April. Stadtverwaltung, Polizei und Landratsamt kommen zusammen, um sich Verkehrsübergänge der Stadt genauer anzusehen. Beim Zebrastreifen an der Münchner Straße, Höhe Liegnitzer Straße ist man sich einig: Der Zebrastreifen ist überflüssig. Die Schilder werden abgebaut, der Zebrastreifen abgefräst. Auf der Straße seien zu wenig Autos und zu wenig Fußgänger unterwegs, so argumentierte man auch am Donnerstag wieder. 

Schulen, Kindergarten und Seniorenheim im Umfeld

Stadtrat Roger Gorzel ist dagegen anderer Meinung: "Das ist der Schulweg zahlreicher Schulen in diesem Gebiet, liegt im Zugangs- und Anmarschbereich des Kindergartens Dresdner Straße und wird vom Seniorenheim in der Liegnitzer Straße genutzt", argumentiert er. Ausgerechnet er als Verkehrsreferent war zum Ortstermin im April nicht eingeladen. Ein sicheres Überqueren der Straße war "bis jetzt" gut möglich, so Gorzel. Außerdem hätte er einige Zuschriften bekommen, die sich ebenfalls über den abgebauten Zebrastreifen wunderten. 

Kommando zurück ist nun also in Traunreut angesagt. Bei der Gelegenheit beschloss der Bauausschuss auf Gorzels Antrag hin auch, dass der neue Zebrastreifen dann auch beleuchtet werden soll. Wenn schon, denn schon. 

xe

Rubriklistenbild: © Fotomontage dpa/Screenshot Google Maps

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