Traunreuter (27) auf Instagram und Facebook

So zeigt sich der mutmaßliche Kinderschänder mit seinem Opfer

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Eines der Instagram-Fotos des mutmaßlichen Kinderschänders (27) aus Traunreut mit dem Opfer. 
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Traunreut -  Ein 27-Jähriger soll eine damals Achtjährige sexuell missbraucht haben: Er sitzt nun hinter Schloss und Riegel, doch in den sozialen Netzwerken kursieren weiter seine Bilder mit dem Opfer.

Es sind Bilder, die auf den ersten Blick nur einen jungen Mann mit einem Mädchen zeigen. Beide lächeln. Doch wer den Hintergrund kennt, bekommt es mit Wut und Ekel zu tun: Es sind die Fotos des 27-jährigen mutmaßlichen Kinderschänders aus Traunreut mit seinem Opfer. Sowohl auf seiner Facebook-Seite, als auch auf Instagram posiert der junge Mann mit dem Mädchen. Zum Tatzeitpunkt war das Mädchen acht Jahre alt.

Eins der Instagram-Bilder zeigt den Mann sogar küssend

Mit Hilfe der Bevölkerung konnte der Mann am vergangenen Donnerstag in Traunreut von der Polizei gefasst werden. Zwischen Juni 2014 und August 2015 soll er das Mädchen mehrmals sexuell missbraucht haben: Bilder und Videos von mindestens 26 Missbrauchsfällen fand das Bundeskriminalamt auf Kinderpornoseiten im Internet. Auch in seiner Wohnung wurde weiteres, belastendes Material sichergestellt. 

Aus Datenschutzgründen und vor allem, um keine Rückschlüsse auf das Opfer zuzulassen nennen wir seinen Namen und das persönliche Verhältnis zu seinem Opfer nicht. Sein Facebook-Account ist nach wie vor online, sieben Fotos hat der Traunreuter auch auf seiner Instagram-Seite hochgeladen. Allein auf sechs Bildern zeigt er sich mit dem Opfer: beim Lego-Spielen, auf einer Bootstour am Chiemsee - und auch, wie er das Mädchen auf den Mund küsst. Sogar dafür bekam er vereinzelte Likes anderer User. Der 27-jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft in der JVA Bad Reichenhall.

So laufen die Ermittlungen

Momentan ist die Polizei dabei, Zeugen und auch den mutmaßlichen Kinderschänder zu den Taten zu befragen. Die Traunsteiner Kriminalpolizei hat eine eigene Ermittlergruppe gegründet. Auch das Mädchen selbst muss von den Beamten noch befragt werden: "Aber als belastendes Beweismaterial kommen dabei in erster Linie die Fotos und Videos zum tragen", so Polizeisprecher Andreas Guske.

xe

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