Nicht alle sind begeistert

Zwei Pizza-Läden auf zehn Meter? "Besser als Leerstand"

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Der bestehende Pizza-Service und das Tattoo-Studio in der Nansen-Straße: Direkt an den Tätowierer anschließend wird sich bald eine "Call-a-Pizza"-Filiale einmieten.
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Traunreut - In die leerstehenden Räume einer ehemaligen Bäckerei wird wieder Leben einkehren - doch muss es ausgerechnet noch ein Pizza-Laden sein?

In der Fridtjof-Nansen-Straße wird es bald zwei Pizza-Läden geben - getrennt nur durch ein Tattoo-Studio: "Mir gefällt das nicht. Das sind dann zwei Pizza-Läden auf zehn Meter. War es nicht das Ziel, dort wieder ein Tagescafé hineinzubekommen?", fragte Stadtrat Thomas Danzer am Mittwoch im Bauausschuss unzufrieden.

Fakt ist: Im Jahr 2000 verabschiedete die Stadt eine große "Sanierungssatzung": Durch städtebauliche Sanierungsmaßnahmen solle der Ortskern wesentlich verbessert oder umgestaltet werden. "Das widerspricht sich nicht", hieß es von Seiten der Verwaltung. In Hausnummer 4 wird sich der Lieferservice "Call-a-Pizza" einmieten, mit Öffnungszeiten von 11 bis 23 Uhr.

Aus Sicht der Verwaltung besser als Leerstand

"In erster Linie geht es doch darum, dass der Leerstand in der Nansen-Straße wieder aufgefüllt wird. Wir gehen davon aus, dass man sich dort drin auch selbst eine Pizza holen kann, auch wenn es eigentlich ein Lieferservice ist", so Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann: "Ich sehe auch keinen Down-Effekt wie zum Beispiel bei Spielhallen, die ein ganzes Viertel herunterziehen können. Aber ein Pizza-Lieferservice ist doch sicher kein Nachteil."

Natürlich wählt nicht der Bauausschuss, wo sich welche neuen Betreiber niederlassen - dies ist Sache des Eigentümers. Der Bauausschuss hat letztlich nur über die Nutzungsänderung der Ladenfläche zu entscheiden: Gegen die Stimme von Thomas Danzer wurde dem Vorhaben schließlich auch zugestimmt

xe

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