Die Pläne der Traunreuter CSU

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Traunreut - Der Wahlkampf hat nun auch in Traunreut Einzug gehalten. Bei einer Veranstaltung im Kulinarium präsentierte die CSU ihre wichtigsten Themen zur anstehenden Kommunalwahl:

Der CSU-Ortsverband Traunreut blickt optimistisch in die Zukunft. Mit einer schlagkräftigen Mannschaft wollen die Christsozialen, die derzeit 15 von 31 Stadträten stellen, an die Arbeit der vergangenen sechs Jahre anknüpfen. "Die Stimmung ist gut", sagte Bürgermeister Franz Parzinger beim offiziellen Wahlkampfauftakt der CSU im Kulinarium. Er sei zuversichtlich, dass sich diese positive Stimmung auch auf das Wahlergebnis niederschlagen werde.

Die CSU verfüge mit 30 Stadtratskandidaten über eine kompetente Liste, auf der alle Generationen vertreten seien, die auch in den Vereinen und Organisationen eingebunden seien. "Ich bin stolz auf unsere Liste", betonte Parzinger. Ziel sei es, mit einer starken, qualifizierten Fraktion die Arbeit im Sinne der CSU fortzuführen. Auch er persönlich wolle seine ganze Kraft und Energie weiter zur Verfügung stellen, um die großartigen Gestaltungsaufgaben der Stadt fortzuführen.

Rückblickend auf den letzten Wahlkampf 2008 stellte er heraus, dass fast alle Ziele, die sich die CSU auf ihre Fahnen geschrieben hatte, auch umgesetzt worden seien. Daran solle sich auch im aktuellen Wahlprogramm nichts ändern. "Wir werden uns weiter auf das besinnen, was auch umgesetzt werden kann und nichts versprechen, was nicht umzusetzen ist." Die CSU stehe zu ihrem Programm und sehe sich auch in der Lage, dieses umzusetzen.

Insgesamt 15 Thesen hat die CSU unter dem Motto "Traunreuts Chancen nutzen" erarbeitet. In Punkto Bürgerinformation sollen beispielsweise die "Traunreuter Nachrichten" öfter als bisher erscheinen und die Bürgerversammlungen wieder dezentralisiert werden. Das heißt, dass die Bürgerversammlungen auf vielfachen Wunsch der Bürger wieder in allen drei Ortsteilen (Traunreut, Traunwalchen, Sankt Georgen) abgehalten werden sollen. Stark machen will sich die CSU auch für eine attraktive Innenstadt. Parzinger betonte aber, dass die Politik hier nur die Rahmenbedingungen setzen könne. Hier seien vor allem die Grundstücksbesitzer und Eigentümer gefordert, an einem Strang zu ziehen und mitzumachen.

Zum aktuellen Thema "Neubau eines Feuerwehrhauses für die Freiwillige Feuerwehr Traunwalchen" erklärte Parzinger, dass ihn die Ablehnung des Standortes im Bauausschuss doch sehr überrascht habe. Mit 7:4 Stimmen wurde der Standort im Gewerbegebiet Oderberg zuletzt abgelehnt. Die fachlichen Argumente, die für den Standort sprechen würden, seien dabei offensichtlich ignoriert worden. Es sei aber nicht auszuschließen, dass der Beschluss in der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag eine Wende herbeiführe. In seiner Eigenschaft als Feuerwehrreferent bedaure auch der CSU-Ortsvorsitzende und Stadtrat Hans Peter Dangschat die Haltung des Bauausschusses. Er sei enttäuscht, dass die Standortfrage ganz offensichtlich aus Wahlkampftaktischen Gründen niedergebügelt worden sei. Dass eine Zusammenführung der Wehren Matzing und Traunwalchen, verbunden mit einem Anbau an das Matzinger Feuerwehrhaus, wenig erfolgsversprechend sei, habe er in vielen Gesprächen erfahren. "Man hat gemerkt, dass die beiden Wehren noch nicht so weit sind", so Dangschat.

Ein weiteres aktuelles Thema, das der CSU auf den Nägeln brennt, betrifft die Suche nach geeigneten Räumen für die Stadtbücherei, die derzeit in einer Übergangslösung am Rathausplatz untergebracht ist. Die jetzige Situation sei nicht zufriedenstellend, so Parzinger. Ziel sei es, eine moderne Mediathek zu entwickeln. Bislang sei man auf der Suche nach geeigneten Räumen für die Stadtbücherei noch nicht fündig geworden. Ursprünglich war geplant, für die Stadtbücherei ein neues Gebäude zu bauen. Die Bürger entschieden jedoch anders: Über 70 Prozent der Traunreuter sprachen sich bei einem Bürgerentscheid gegen einen Neubau und für eine Anmietung von Räumen aus.

Die CSU hat sich für ihren Wahlkampf einiges vorgenommen: Am morgigen Dienstag spricht um 19.30 Uhr in der TuS-Sportplatzgaststätte der Präsident des deutschen Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Landtagspräsident a.D. Alois Glück zum Thema "Was hat Politik mit dem christlichen Glauben zu tun". Es wird auch eine "Winter-Tour-de Franz geben" und einen "Parzinger-Plan", bei dem gemeinsam mit den Bürgern strategische Ansätze entwickelt werden sollen.

re

Rubriklistenbild: © ps

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