Schwer bewaffnete Beamte im Chiemgau im Einsatz

Großalarm für die Polizei: Burschen drohen mit täuschend echter Waffe

Traunreut/Seebruck - Vier Jugendliche in einem Auto mit einer vermeintlichen Schusswaffe lösten einen Großalarm der Polizei aus. 

Am 2. Februar fuhren vier Jugendliche im Alter von 17-19 Jahren gegen 12.30 Uhr in einem Pkw durch Traunreut. Während eines Überholvorgangs hielt der Beifahrer eine schwarze Spielzeugpistole in Händen und zeigte damit auf einen anderen 44-jährigen Fahrzeugführer, der sich zusammen mit seiner 19-jährigen Beifahrerin im Pkw nebenan befand. 

Beide hielten die Spielzeugwaffe aufgrund des Aussehens für eine echte Waffe und informierten über den Notruf die Polizei, während sich das verdächtige Fahrzeug daraufhin mit einer erhöhten Geschwindigkeit von der Örtlichkeit entfernte. 

Durch die Einsatzzentrale der Polizei in Rosenheim wurde sofort eine Großfahndung ausgelöst und das verdächtige Fahrzeug konnte dann von mehreren schwer bewaffneten Polizeibeamten an dem Parkplatz des Supermarktes „Edeka“ in Seebruck gestellt werden. 

Bei einer Durchsuchung des Wagens konnte dann die Spielzeugpistole aufgefunden und sichergestellt werden. Die Jugendlichen hatten mit einem solchen Polizeiaufgebot nicht gerechnet und waren sichtlich geschockt. Für sie war das ein Spaß, der in diesem Fall glimpflich ausgegangen ist. Die Gefahr, die sie durch ihre Aktion auslösten, wurde ihnen erst durch das Eingreifen der Polizei bewusst. 

Gegen den Beifahrer wurde nun ein Strafverfahren wegen Bedrohung eingeleitet das eine Geldstrafe oder auch gar eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr nach sich ziehen könnte. 

Die Polizei weist aufgrund der Aktualität nochmals besonders darauf hin, dass für die Einsatzkräfte nur schwer zu erkennen ist, ob jemand, der bewaffnet erscheint, auch eine scharfe Waffe oder nur eine Attrappe mit sich führt. 

Insbesondere jetzt zur Faschingszeit ist zwar verständlich, dass zu einer guten Kostümierung auch ein entsprechendes Beiwerk gehört. Dennoch sollten sich gerade eben die Jecken gut überlegen, wo hier der Spaß aufhört und eine Gefährdung hervorgerufen werden kann.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Trostberg

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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