Die große Politik und "kleine Leute"

Das wünschen sich die Traunreuter für das neue Jahr

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Die frischgebackene Mutter Magdalena Janetzky aus Walchenberg.

Traunreut - Mit dem Rauchen aufhören oder einige Kilo abnehmen? Nein. Schaut man sich die Wünsche genauer an, scheint vor allem der Frieden 2017 ganz oben zu stehen. 

Alois Glück

Landtagspräsident a.D. Alois Glück aus Hörzing hat die Anfrage über Hoffnungen und Wünsche für 2017 „Kopfzerbrechen“ bereitet, wie er sagte. Es sei ihm ein Anliegen, den Menschen Mut zu machen, sagt Glück. In beunruhige die Verzagtheit, das schwache Selbstvertrauen, die weithin spürbare Mutlosigkeit. 'Wir leben jetzt in einer unruhigen Zeit' oder 'Die Welt ist aus den Fugen geraten', ist nun oft zu lesen: "Das macht uns Sorgen und auch Ängste. Ängste sind wichtige Sensoren für Gefahren, aber die Ängste dürfen uns nicht beherrschen, nicht fesseln und lähmen. Das ist das Ziel der international agierenden Terroristen, das wäre ihr Sieg! Der Sieg des Hasses! Wenn wir uns in Europa und in der Welt umschauen, wird uns bewusst, dass Deutschland, trotz aller Probleme, in einer guten Verfassung ist. Wo ist ein Land, in dem der Staat stabiler und handlungsfähiger ist, der Sozialstaat und die Sorge für die alten mit Menschen besser, die politischen Verhältnisse stabiler, der Arbeitsmarkt mehr Chancen bietet, die Zukunftschancen für die junge Generation besser sind? Deshalb dürfen wir uns, trotz der sicher anspruchsvollen und wahrscheinlich oft schwierigen Wegstrecke des Jahres 2017, mit Zuversicht und Mut auf den Weg machen. Als Christ vertraue ich auf das, was Pater Alfred Delp mit gefesselten Händen im Gefängnis der Nazis schrieb: 'Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt.'"

Peter Ramsauer

Mit Mut, Zuversicht und Stolz auf unser Land ins neue Jahr – lautet auch die Devise des Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Ramsauer. „Das vergangene Jahr 2016 hat für so manche Überraschungen gesorgt, mit denen wir eigentlich ganz und gar nicht gerechnet hatten, und von denen oder ähnlichen wir im neuen Jahr gerne verschont bleiben möchten.“ Als Beispiel nennt Ramsauer die Terroranschläge, den Brexit, die Wahl Trumps, das Präsidentenwahldrama im Nachbarland Österreich als Folge eines Totalversagens traditioneller Volksparteien und eine strukturelle, verfestigte Änderung der Parteienlandschaft bei uns. Auf dieser Grundlage starte man nun ins Jahr 2017. 

„Wir Deutschen haben dennoch keinen Grund zum Pessimismus. Wir sind die politische und wirtschaftliche Lokomotive Europas. Eine Führungsrolle, die wir uns weiß Gott nicht ausgesucht haben, sondern die uns durch unseren Fleiß, durch gemachte Reformen und konsequente Politik zugewachsen ist.“ Dieser Rolle gerecht zu werden, werde uns allen in 2017 viel Kraft abverlangen. Besonders am Herzen liege ihm, dass „unser Land ein Land der politischen Mitte bleibt.“ Dazu gehöre, dass die großen Volksparteien CDU, CSU und SPD den Mut wiederfänden, der immer zu ihren Tugenden gehört habe: Nämlich die Dinge, die der Bevölkerung auf den Nägeln brennen, schonungslos beim Namen zu nennen und Lösungen umzusetzen. 

„Es geht nicht sofort einzuknicken wenn lautstarke Minderheiten und selbsternannte Moralhüter den Populismus-Vorwurf erheben, nur weil ihnen nichts besseres einfällt, um den Standpunkt anderer als 'politisch unkorrekt' zu brandmarken.“ Den Bürgerinnen und Bürgern seines Wahlkreises im Chiemgau, im Rupertiwinkel und im Berchtesgadener Land wünscht er von Herzen alles Gute und Gottes Segen. 

Dritte Bürgermeisterin Winkels

Mehr Frieden in der Welt erhofft sich auch die 3. Bürgermeisterin der Stadt Traunreut, Gerti Winkels. „Ich wünsche mir weniger Gewalt und mehr Toleranz in der Welt. Ich möchte gesund bleiben, um weiterhin ein aktives Leben führen zu können und meinen Aufgaben gewachsen zu sein.“ Privat möchte sie immer ein offenes Ohr für ihre Familie, ihre Freunde und Bekannten haben. „Ob ich was ändern kann, weiß ich nicht. Aber um etwas zu erreichen, muss man es erst einmal versuchen.“ 

Pfarrer Tauchert

Ein besonderes Anliegen von Pfarrer Thomas Tauchert von der katholischen Pfarrgemeinde Traunreut ist die Bewältigung der Flüchtlingsarbeit. „Ich wünsche mir im Speziellen eine gute Bewältigung der Aufnahme unserer neuen Flüchtlinge.“ Für seinen Pfarrverband wünscht er sich weiterhin gute Mitarbeiter, die sich für die Menschen einsetzen wollen und die ihr Leben aus dem Glauben an Gott gestalten. 

Magdalena Janetzky aus Walchenberg

Einen Schutzengel für ihr „Christkindl“ wünscht sich die dreifache Mama Magdalena Janetzky aus Walchenberg. Der kleine Michael Engelbert ist vier Tage vor Heilig Abend auf die Welt gekommen. „Mutter von drei Kindern zu sein, empfinde ich als sinnerfüllend. Wenn schon Mama, dann g´scheid! Ich muss glücklicherweise nicht arbeiten gehen und kann mich daher sehr auf meine Familie konzentrieren, kann aber auch noch auf meine eigenen Bedürfnisse achten. Daher mein Wunsch für 2017 die Balance zu halten zwischen Mutter, Ehefrau und mir selbst und natürlich Gesundheit und viel Phantasie, damit uns nicht langweilig wird.“ 

ga

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