Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zum Volkstrauertag in Traunreut

Stilles Gedenken in den drei Pfarreien - „Es ist wichtig, sich zu erinnern“

St. Georgen: Sie legten in stillem Gedenken drei Kränze am Kriegerdenkmal in St. Georgen ab (von links) Udo Schuller und Wolfgang Behrendt vom VdK Stein/St. Georgen, Markus Schupfner KSK und Bürgermeister Hans-Peter Dangschat. Im Hintergrund die Fahnenabordnung der KSK.
+
St. Georgen: Sie legten in stillem Gedenken drei Kränze am Kriegerdenkmal in St. Georgen ab (von links) Udo Schuller und Wolfgang Behrendt vom VdK Stein/St. Georgen, Markus Schupfner KSK und Bürgermeister Hans-Peter Dangschat. Im Hintergrund die Fahnenabordnung der KSK.

Am Wochenende wurden anlässlich des Volkstrauertags in den drei Pfarreien des Pfarrverbandes im stillen Gedenken Kränze abgelegt. Die Vertreter der Stadt und der Vereine gedachten dabei nicht nur der Opfer von Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen, sondern auch der Menschen, die aktuell in Krisengebieten oder auf der Flucht ihres Lebens nicht mehr sicher sind.

Meldung im Wortlaut

Traunreut/St. Georgen/Traunwalchen - „Für ein friedliches Zusammenleben ist es notwendig, dass sich die Menschen mit Respekt begegnen“, betonte Bürgermeister Hans-Peter Dangschat in seiner Ansprache am Samstagabend in Traunreut.

Das Stadtoberhaupt: „Lassen Sie uns gemeinsam die Abscheulichkeit solcher Tage in Erinnerung rufen, die Menschen durch andere Menschen zugefügt worden sind oder auch aktuell zugefügt werden. Menschenverachtendes Verhalten dürfen wir nicht dulden, geben wir Hass niemals eine Chance.“ Man müsse sich immer vor Augen halten, dass aus kleinsten Anfängen eine Lawine entstehen könnte mit einer Dynamik, die dann vielleicht nicht mehr beherrschbar oder umkehrbar sein könnte.

Er ermahnte, auch an den Schmerz derer zu denken, die ohne ihre Lieben weiterleben müssen und die alles in ihrem Leben verloren haben, was das Leben lebenswert gemacht hat: „Geben wir alle diesen Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, indem wir uns gemeinsam um Frieden bemühen.“

Am Sonntagvormittag wurden in St. Georgen und Traunwalchen ebenfalls im stillen Gedenken Kränze niedergelegt, da man in der aktuellen Situation „Verantwortungsbewusstsein“ zeigen und auf eine größere Veranstaltung verzichten wollte, wie Wolfgang Behrendt vom VdK Stein/St. Georgen betonte.

Markus Schupfner, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft St. Georgen, erklärte in einer kurzen Ansprache: „Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“ In Traunwalchen hielt Zweiter Bürgermeister Reinhold Schroll eine kurze Rede.

Der Gottesdienst am Samstag in der Kirche „Zum heiligsten Erlöser“ hatte gleich drei Anlässe, wie Pfarrer Thomas Tauchert ausführte. Gefeiert wurden der Tag der Weihe des Traunreuter Gotteshauses, die am 14. November 1954 stattfand, das Patrozinium und der Volkstrauertag. Der Geistliche ging in seiner Predigt drei Fragen nach. Habe es einen Sinn, der Opfer von Kriegen zu gedenken, der Weihe eines Gebäudes oder des Patronats einer Kirche?

Er beantwortete alle drei mit einem eindeutigen Ja, denn es sei wichtig, „sich zu erinnern, in sich selbst zu gehen, zu den eigenen Wurzeln in sich zu finden“. Man hoffe darauf, aus den Erfahrungen der anderen lernen zu können, den guten wie den schlechten. „Wir haben in unserer Kirche als Patron keinen Geringeren als Jesus Christus selber. Als Christen sind wir Teil seiner Gemeinde.“ Jeder Christ sei gehalten, an ihm Maß zu nehmen im Denken, Handeln und Tun. „Es hat einen Sinn, dass wir das immer wieder zum Thema machen.“

Pressemitteilung der Stadt Traunreut

Kommentare