Nach Unfall im Maisfeld eingegraben

Traunreut - Eine dramatische Wende nahm ein Unfall auf der St2104 bei Traunreut am Samstagmorgen: Die drei Autoinsassen waren verschwunden und wurden von einem Großaufgebot gesucht. **Jetzt mit Video**

Am Samstag ereignete sich gegen 4 Uhr ein Unfall auf der Staatsstraße 2104 bei Traunreut. Ein VW Golf kam in einer Kurve nach links von der Straße ab, überschlug sich in einem Maisfeld und kam wieder auf den Rädern zum Stehen. Vermutliche Ursache war Alkohol am Steuer und überhöhte Geschwindigkeit, wie der Traunreuter Dienststellenleiter Johann Bohnert auf Nachfrage von chiemgau24.de mitteilte.

Die drei Insassen aus Trostberg versteckten sich nach dem Unfall im Maisfeld, vermutlich kamen sie aus einer Diskothek und waren auf dem Heimweg. Passanten verständigten die Polizei, die eine große Suchaktion auslöste und das Maisfeld umstellte. Im Einsatz waren schließlich die Feuerwehren Stein a.d. Traun mit 25 Mann und Traunreut mit zwölf Mann, das BRK mit fünf Mann, die Rettungshundestaffel des Roten Kreuz, ein Polizeihubschrauber und fünf Polizeistreifen. Nach über zwei Stunden wurde zunächst der 22-jährige Halter des Golfs im Maisfeld festgenommen, der vermutlich der Fahrer war. "Die anderen beiden Insassen von 19 und 21 Jahren haben sich regelrecht im Mais eingegraben, so dass sie nur mit der Wärmebildkamera gefunden werden konnten", erklärt Bohnert. "Der Hubschrauber konnte sie von oben nicht entdecken."

Unfall mit Festnahme bei Traunreut

Das Auto wurde sichergestellt und der vermutliche Fahrer zu Blutentnahme mit ins Krankenhaus genommen. Die drei jungen Männer machen bislang keine Angaben zum Unfall. Einen anderen Grund für die Flucht als eine Trunkenheitsfahrt konnte die Polizei laut Bohnert nicht feststellen. Den Fahrer erwartet eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung, da ein Beifahrer leicht verletzt wurde.

Da davon ausgegangen wird, dass die Drei unter Schock und ohne Vorsatz handelten, werden sehr wahrscheinlich keine Kosten für die Suchaktion auf sie zukommen. Am Auto entstand Totalschaden in Höhe von rund 5.000 Euro.

ir/ch24

Rubriklistenbild: © red

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