"Echte Teilhabe am Arbeitsleben"

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Traunstein - Im Rahmen der Aktionswoche für Menschen mit Behinderung besuchte die Agentur für Arbeit die Bäckerei Unterreiner. Sie beschäftigt zwei behinderte Angestellte:

Die Bundesagentur hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Male die bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung gestartet. Ziel ist, die Leistungsfähigkeit und den Leistungswillen schwerbehinderter Menschen ins Blickfeld zu bringen. Das Schlagwort „Inklusion“ wird mit Aktionen begleitet, die an Arbeitgeber appellieren, auch schwerbehinderten Bewerbern Chancen einzuräumen, jedoch auch den aktuellen oder zukünftigen Kollegen eventuelle Vorbehalte zu nehmen. Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein: „Von allen arbeitslosen Menschen gehören 9,5 Prozent zu der Gruppe der Schwerbehinderten. Wir betreuen aktuell 792 schwerbehinderte Menschen in unserer Region in allen Altersgruppen. Die individuellen Einschränkungen haben oftmals nichts mit der berufsfachlichen Fähigkeit zu tun.“ Bei jedem schwerbehinderten Bewerber sollte ein zweiter Blick klären, ob die geforderte Leistungsfähigkeit erbracht werden kann, mit pauschalen Einschätzungen ist niemandem geholfen. „Das Schlagwort Inklusion mit Beratung und Förderung zu echter Teilhabe am Arbeitsleben zu erfüllen, ist für uns alle sehr wichtig.“

Von den 792 schwebehinderten Menschen sind 60 Prozent über 50 Jahre alt. In diesem Zusammenhang ist das Bund-Länder-Programm „Initiative Inklusion“ ein wichtiges Signal auch für die Region. Das Programm soll unter anderem die Beschäftigungssituation älterer Menschen über 50 Jahre verbessern. In diesem Rahmen bestehen zusätzliche Fördermöglichkeiten.

Erfolgreiche Integrationen schwerbehinderter Menschen gibt es auch im Agenturbezirk Traunstein. In dieser Aktionswoche stattete die Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein Bäckerei Unterreiner in Freilassing einen Betriebsbesuch ab. Der Grund ist die selbstverständliche Haltung der Geschäftsführung zu schwerbehinderten Mitarbeitern. Aktuell sind es zwei, die bei Unterreiner in der Produktion beschäftigt sind. Ein Mitarbeiter hat seine Ausbildung dort gemacht und ist seit Jahren im Team. „Und wenn jetzt wieder einer kommen würde, den würde ich auch einstellen, wenn die Leistung stimmt“, sagt Ludwig Unterreiner, der mit Frau und Sohn das Unternehmen leitet. „Die schwerbehinderten Kollegen sind akzeptiert und werden von allen anderen respektiert“, berichtet Unterreiner. Natürlich käme es auf jeden einzelnen an, jeder müsse sich im Berufsleben positionieren, anpassen und auch flexibel sein, „Man muss die Chance kriegen“, so Unterreiner abschließend.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Traunstein

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