Junglandwirte lernen Almpflege

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Traunstein - Teilnehmer der Akademie für Land- und Almwirtschaft konnten selbst erfahren, was Arbeit auf der Alm tatsächlich bedeutet.

"Praktische Pflegearbeiten auf der Alm", so lautete das Motto des diesjährigen Alm-Projekttags, bei dem die Teilnehmer der Akademie für Land- und Almwirtschaft Südostoberbayern selbst auf der Steinbergalm unterhalb der Kampenwand Hand anlegen mussten. Josef Gasteiger, selbst einer der Kursteilnehmer, konnte den Berufskollegen aus dem "Flachland" die almwirtschaftlichen Zusammenhänge und Probleme auf seiner Alm darstellen.

Almfachberater Hans Gruber gab den Teilnehmern einen Überblick zur Almwirtschaft im Dienstgebiet des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein. Demnach liegen in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein 225 Almen. Der Auftrieb mit 4800 Rindern hat sich in den letzten Jahren trotz Betriebsaufgaben stabilisiert. Zusammen mit Anwärter Leonhard Völkl erläuterte er die typische Almvegetation mit den im Vergleich zu Tallagen extensiveren Pflanzengesellschaften, die auf Almflächen einen wertvollen Lebensraum bilden: "Die traditionelle Almwirtschaft fördert die Biodiversität und trägt dazu bei, dass die Kulturlandschaft in dieser Form für den Fremdenverkehr erhalten bleibt."

Forstdirektor Rupert Wörndl erläuterte den Teilnehmern die Besonderheiten des Bergwaldes und seiner Schutzfunktion.

Nach der "Theorie" rüsteten sich die Kursteilnehmer mit Werkzeugen aus und gingen zum Hauptteil des Almschultags - dem "Schwenden" - über. Dabei wurde den Jungbäuerinnen und Jungbauern der anstrengende Arbeitseinsatz im Steilgelände zum Erhalt einer attrakti-ven Kulturlandschaft bewusst. Nach ihrem Praxiseinsatz wurden die "Almputzer" vom Almbauern noch zu einer Brotzeit eingeladen.

Rubriklistenbild: © dpa

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