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Bild: Rudolf Kojer, Bürgermeister Karl Schleid, Ludwig Holzleitner, Landrat Hermann Steinmaßl, Christiane Jung, Bürgermeister Franz Parzinger, Gottfried Graf, Bürgermeister Martin Hobmaier (von links).

Traunstein - Der bayerische Ministerpräsident zeichnete aus: Vier Bürger aus der Umgebung, die ein besonderes ehrenamliches Engagement gezeigt haben und noch immer zeigen.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern übergab Landrat Hermann Steinmaßl am Freitag Rudolf Kojer und Ludwig Holzleitner aus Trostberg, Christiane Jung aus Traunreut und Gottfried Graf aus Inzell.

Rudolf Kojer ist seit 1951 Mitglied der Alztaler Schützen Trostberg e.V. In den vergangenen sage und schreibe 62 Jahren engagierte er sich in den verschiedensten Positionen für das Schützenwesen – zum Beispiel als 1. Schützenmeister und 2. Gauschützenmeister sowie beim Ausbau des Schießstandes und bei der Organisation von Bezirksschützentagen. Auch Ludwig Holzleitner ist seit sechs Jahrzehnten an verantwortlicher Stelle den Schützen treu. So zählt er zu den Gründungsmitgliedern der Böllerschützen und leitete den Ausbau des Vereinsheims. Vor allem die Nachwuchsförderung lag ihm dabei besonders am Herzen. Landrat Hermann Steinmaßl sprach in diesem Zusammenhang dem Schützenwesen eine generelle Anerkennung aus: „Schützen kommt von schützen. Sie schützen besonders unsere Heimat und ihre Traditionen.“

Christiane Jung hat sich auf dem musikalischen Sektor große Verdienste erworben. 1994 war sie mit 20 weiteren Gesangsbegeisterten an der Gründung des Chors „KaLIEDoskop e.V. beteiligt, den sie bis 2009 leitete. Zahllose erfolgreiche Auftritte gab es in dieser Zeit, wobei der Wohltätigkeitsgedanke immer im Vordergrund stand. Noch heute ist ihr der gemeinsame Gesang eine Herzensangelegenheit, weswegen sie auch als „Mutter des Chores“ bezeichnet wird.

Gottfried Graf ist seit rund 24 Jahren Mitglied der Lawinenkommission Ruhpolding, der Freiwilligen Feuerwehr Inzell und des Organisationskomitees für Weltcup-Veranstaltungen und Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf-Mekka Inzell. Überall, wo helfende Hände gefragt sind, arbeitet er mit Begeisterung mit. Das gilt auch beim Erhalt des Klettersteigs und des Gipfelkreuzes am Kleinen Kienberg.

Steinmaßl hob in seiner Rede vor allem die Bedeutung des Ehrenamts und freiwilligen Engagements für die Gesellschaft heraus und zitierte den einstigen Kölner Kardinal Joseph Höffner: „Die Welt braucht Menschen, die für andere da sind.“ Gerade darin liege der Vorteil des ländlichen Raums gegenüber der Anonymität in den Großstädten. Bei den neuen Ehrenzeichenträgern bedankte er sich persönlich und auch im Namen des Kreistags. Den Glückwünschen schlossen sich die 1. Bürgermeister Karl Schleid, Franz Parzinger und Martin Hobmaier an.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

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